Hinweisschild eines Polizeihauptreviers
Blick auf das Hinweisschild eines Polizeihauptreviers. dpa

Schuss auf Kita: Polizei beschlagnahmt Waffen

Stichwort: Kriminalität

Eine Mutter vernahm beim Abholen ihres Kindes aus einer Kita in Zehlendorf einen Schuss. Er kam aus der Richtung eines Hauses, das einer Burschenschaft gehört. Die meldet sich jetzt zu Wort.

Ein Unbekannter hat aus einem Burschenschaftshaus in Berlin-Zehlendorf auf eine Kita geschossen. Bei dem Zwischenfall am Freitagnachmittag sei niemand verletzt worden, teilte die Polizei am Samstag weiter mit. Eine Mutter, die gerade ihr Kind abholen wollte, hatte demnach ein pfeifendes Geräusch und einen Knall an der Hauswand gehört und einen Mann bemerkt, der sich auf dem Balkon des gegenüber liegenden Hauses duckte und ins Innere verschwand. Die Polizei fand eine Plastikkugel, die wahrscheinlich aus einer Softairpistole abgefeuert wurde.

Waffen aus dem Zweiten Weltkrieg

Im Haus der Burschenschaft trafen die Beamten auf drei Männer im Alter von 19 bis 26 Jahren. Sie bestritten, auf die Kita geschossen zu haben. Ein Richter ordnete die Durchsuchung der Räume an. Die Polizei beschlagnahmte drei Schreckschusswaffen und zwei Karabiner aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges. Eine kriminaltechnische Untersuchung solle nun zeigen, ob die Waffen funktionstüchtig sind. Die Polizei ermittelt wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz und versuchter gefährlicher Körperverletzung.

Die Berliner Burschenschaft Gothia bezweifelte in einer Mitteilung, dass der Schuss auf die Kita von ihrem Haus aus abgegeben worden sei. Wie der Altherren-Vorstand weiter mitteilte, seien die beschlagnahmten Waffen zugelassen und entschärft gewesen. Die Gothia unterstütze die Ermittlungen der Polizei «vollumfänglich».

Letzte Änderung: Sonntag, 30. Oktober 2016 11:01 Uhr
Quelle: dpa

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