Paketzusteller DHL
Paketzusteller DHL dpa

Überfälle & Betrug: DHL stellt Service in einigen Berliner Kiezen ein - Keine Pakete mehr nach Wedding?

Stichworte: Kriminalität Stadtentwicklung

Wenn der Postmann nicht mehr klingelt: In manchen Kiezen in Berlin wundern sich die Menschen regelmäßig darüber, dass sie einen Abholschein im Briefkasten haben, obwohl sie zu Hause waren und das Paket hätten entgegen nehmen können. Der Paketzusteller DHL erklärt nun, dass in gewissen Teilen Berlins Lieferungen nicht mehr persönlich zugestellt werden.

Kuriere würden zu oft Opfer von Gewaltdelikten, berichten Berliner Zeitung und Berliner Kurier am Mittwoch. Das Aussetzen des Lieferservices gilt für der Fahrer der Tochterfirma DHL Express. Besonders betroffen ist scheinbar der Bezirk Wedding:

"Bei unserer Tochtergesellschaft (...) gab es leider im Bezirk Wedding vermehrt Betrugsversuche und auch Übergriffe auf Kurierfahrer", zitiert die Berliner Zeitung ein Statement der DHL . Daher habe man sich entschieden, in bestimmten Einzelfällen auf die Auslieferung an der Haustür zu verzichten.

"Ich fahre alleine. Mir ist es nicht nur einmal passiert, dass ich in der Prinzenallee halte und kurz darauf drei Personen um mich herum stehen, mir ein Messer entgegen. Ich musste noch nicht zugestellte Pakete herausrücken", sagt ein DHL-Fahrer dem Berliner Kurier. Laut dem Blatt sind mindestens drei Postleitzahlenbereichen in Wedding betroffen.

Letzte Änderung: Mittwoch, 23. November 2016 11:46 Uhr
Quelle: Patrick Diekmann /BerlinOnline/ BLZ/ Berliner Kurier

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