Der Eingang zur Gedenkstätte Sachsenhausen
Neue Ausstellung in der Gedenkstätte Sachsenhausen: «Straftat Rassenschande». dpa

Neue Ausstellung in der Gedenkstätte Sachsenhausen

Eine neue Ausstellung in der Gedenkstätte Sachsenhausen befasst sich mit dem Schicksal von Häftlingen, die nach den Rassegesetzen der Nationalsozialisten verurteilt worden waren.

Eine neue Ausstellung in der Gedenkstätte Sachsenhausen bei Oranienburg zeigt von Mittwoch (11. November 2015) an das Schicksal von Häftlingen, die nach dem Erlass der Nürnberger Rassegesetze von den Nationalsozialisten verurteilt worden waren. Ausstellung trägt den Titel "Straftat Rassenschande".

Installation zeigt Schicksale von Inhaftierten

In einer Installation werden Fotos und Dokumente von drei jüdischen und einem nichtjüdischen Mann gezeigt, die in dem Konzentrationslager inhaftiert waren, wie die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten mitteilte. Die Ausstellung wird am Dienstagabend in der Baracke 38 eröffnet. Dort befindet sich auch die Dauerausstellung zu den jüdischen Häftlingen.

Fast 200 Verurteilte in Sachsenhausen

Mit den vor 80 Jahren von den Nationalsozialisten erlassenen «Nürnberger Gesetzen» waren sexuelle Beziehungen zwischen Juden und Nichtjuden unter Strafe gestellt worden. Nach Angaben der Stiftung gab es bis 1945 rund 2000 Strafverfahren. Nach ihrer Haftstrafe seien viele Verurteilte in Konzentrationslager verschleppt worden. Mindestens 197 dieser Häftlinge wurden im Konzentrationslager Sachsenhausen registriert, knapp drei Viertel von ihnen starben dort.

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Letzte Änderung: Dienstag, 10. November 2015 09:44 Uhr
Quelle: dpa
(Bilder: dpa; Valua Vitaly- Fotolia.com; Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern; Gosewisch Family/ Creative Commons)