Das Lausitzer Seenland
Blick aus einem Flugzeug auf das Lausitzer Seenland. dpa

Altdöbern und Schloss Altdöbern

Altdöbern bietet neben einem Schloss und einer hübschen Kirche auch Ausflugsmöglichkeiten in die manchmal unwirtlich wirkende Landschaft der Niederlausitz.

Altdöbern liegt etwa 120 Kilometer südöstlich von Berlin im Landkreis Oberspreewald-Lausitz. Die Umgebung des 2500-Einwohner-Orts ist durch großflächige Kiefernwälder, Seen, Niedermoore, Wiesen und Weiden geprägt. Aber auch Spuren aus den Zeiten der Braunkohleabbaggerung sind unübersehbar.

Schloss Altdöbern im Stil des sächsischen Rokoko

Schloss Altdöbern mit seiner 62 Hektar großen Parkanlage im Nordosten des Ortes ist eines der bedeutendsten Schlösser des sächsischen Rokoko. Es wurde im Jahr 1717 erbaut und in den Jahren 1749/50 umfassend neu ausgestattet. Um 1880 erhielt die Anlage ihr heutiges Gesicht. Zum Ensemble gehören eine Vorhofanlage mit Kavalierhäusern, ein Marstall, eine Orangerie und die Wirtschaftsgebäude der ehemaligen Gutsanlage. Im Schlosspark bezaubern der "Französische Garten", der 13 Hektar große "Salzteich" sowie zahlreiche Wasserspiele und Plastiken.

Dorfkirche Altdöbern

Die evangelische Dorfkirche Altdöbern auf dem Marktplatz hält einen kleinen Rekord. Sie trägt das größte Glockengeläut in ganz Brandenburg. Der Kirchturm des neobarocken Kirchenhauses ist 41 Meter hoch und bietet einen schönen Ausblick auf das Schloss, die Altstadt und bis zum Altdöberner See.

Altdöberner See

Südöstlich von Altdöbern entsteht der Altdöberner See als Teil des Lausitzer Seenlandes. Bei dem Gewässer handelt es sich um ein aufgefülltes Restloch des ehemaligen Tagebaus Greifenhain. Auch wenn der Altdöberner See noch nicht für die touristische Nutzung freigegeben ist, können Besucher schon aktiv werden. Am Südufer verläuft ein asphaltierter Radweg, der von Radfahrern, Skatern und Fußgängern genutzt werden kann. Zwei Aussichtspunkte, der "Randriegel" bei Altdöbern und die "Gelbe Rampe" bei Pritzen, laden zum Blicke schweifen lassen ein.

Fahrradtour durch die ehemalige Tagebaulandschaft

Auch eine Fahrradtour durch die ehemalige Tagebaulandschaft ins ca. 15 km entfernte Pritzen lohnt sich. Pritzen ist ein Beispiel für das Wiedererwachen von Dörfern, die einst zum Sterben durch die Braunkohle verurteilt waren. Internationale Künstler schufen 1993 und 1995 während der Europa-Biennale in der Bergbaufolgelandschaft interessante und ungewöhnliche Arbeiten, die die Pritzener Gegend nach wie vor prägen.

Ausflug nach Gut Geisendorf

Einen Rundgang zur Geschichte der Braunkohle kann man auf Gut Geisendorf etwa 15 Kilometer östlich von Altdöbern machen. Hier gibt es eine Dauerausstellung zur Geschichte und Zukunft der Braunkohle in der Lausitz. Der Besucher begibt sich auf eine Zeitreise durch drei Themenbereiche: von den Anfängen des Bergbaus über die Industrialisierung der Braunkohle bis zur Rekultivierung einer Bergbaufolgelandschaft.

Informationen

Altdöbern auf der Karte:

Anreise:

Mit der Bahn: Der RB 14 fährt nach Altdöbern.

Mit dem Auto: Mit dem Auto ist Altdöbern am besten über die A13 zu erreichen.

Quelle: VCD, Bearbeitung Berlin.de
(Bilder: Valua Vitaly- Fotolia.com; Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern; dpa; Gosewisch Family/ Creative Commons )