Regenerative Energiequellen
Ein Beitrag zum Klimaschutz: Die Nutzung regenerativer Energien ist auch für Hausbesitzer möglich - wenn es hier auch vor allem um Solarenergie geht. Foto: Daniel Reinhardt/dpa dpa

Staatliche Fördermittel für regenerative Energien zum Heizen

Die Umstellung auf erneuerbare Energien lohnt sich. Wer sich im Privathaushalt dazu entscheidet, profitiert von einer staatlichen Förderung. Hierbei gibt es gleich mehrere Möglichkeiten.

Berlin (dpa/tmn) - Für die Nutzung erneuerbarer Energien für die Wärmeerzeugung im Privathaushalt gibt es viele Förderungen in Deutschland. Was wie und wann förderfähig ist, ist aber ein kompliziertes Dickicht.

Neben der KfW-Förderbank, einigen Bundesländern und Kommunen ist eine wichtige Förderstelle das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, kurz BAfA. Ein grober Überblick der BAfA-Förderungen:  

- Solar: «Die Basisförderung für die Installation von Solarkollektoranlagen zur kombinierten Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung beträgt 140 Euro pro Quadratmeter Solarkollektorfläche», erläutert Carsten Körnig vom Bundesverband Solarwirtschaft. Der Mindestzuschuss beläuft sich auf 2000 Euro. Weitere 500 Euro gibt es für den Tausch des bestehenden Heizkessels ohne Brennwerttechnik gegen einen Öl- oder Gasbrennwertkessel. Wer einen hydraulischen Abgleich vornehmen lässt, erhält zudem 600 Euro und kann die Förderung um nochmals 20 Prozent erhöhen.

Wer mehrere erneuerbare Energien kombiniert, erhält auch Zuschüsse: Für die Errichtung einer Solarthermieanlage zusammen mit einem Pelletkessel oder einer Wärmepumpe gibt es einen Kombinationsbonus von 500 Euro. Dazu kommen die Fördersätze für die einzelnen Technologien: So kommen zum Beispiel bei der Zuschaltung eines Pelletkessels mit Pufferspeicher zur Solaranlage 3500 Euro dazu.

- Wärmepumpen: Die Basisförderung für eine elektrische Wärmepumpe zur kombinierten Warmwasserbereitung und Raumheizung im Bestandsbau beträgt bis zu 100 Euro je Kilowatt installierter Nennwärmeleistung, erklärt der Bundesverband Geothermie. Mindestens sind es jedoch 4000 Euro je Anlage für Erdwärme oder Wasser sowie 4500 Euro je Anlage für Erdwärme bei Vornahme einer Erdsondenbohrung. Bei besonders hoher Effizienz können sich die Förderbeträge um 50 Prozent erhöhen. Im Neubau werden nur besonders effiziente Wärmepumpen gefördert, deren Jahresarbeitszahl bei 4,5 und höher liegt.

- Holzheizungen: Pelletkessel, wasserführende Pelletkaminöfen, Hackschnitzel- und Scheitholzvergaserkessel sowie Kombinationskessel für Bestandsgebäude erhalten eine BAfA-Förderung. Im Neubau gibt es nur Zuschüsse für Brennwertanlagen und Anlagen mit Staubfilter. Die Förderung für einen Pelletkessel beträgt mindestens 3000 Euro je Anlage, mit Pufferspeicher mindestens 3500 Euro. Für einen wasserführenden Pelletkaminofen gibt es mindestens 2000 Euro und für einen Kombinationskessel zur Verbrennung von Holzpellets oder Hackschnitzeln mit Scheitholz mindestens 5000 Euro. Wenn eine alte fossile Anlage ausgetauscht wird, kommt ein Zusatzbonus von mindestens 1000 Euro hinzu.

Letzte Änderung: Dienstag, 9. Mai 2017 10:40 Uhr
Quelle: dpa
(Bilder: Stephanie Hofschlaeger / www.pixelio.de; promo; dpa; www.b2b-deutschland.de)