Bauchmassage
Eine Druckmassage am Solarplexus senkt den Puls und sorgt auf diese Weise für viel Entspannung. dpa

Selbstmassage: Anti-Stress-Programm für zu Hause

Nimmt der Stress überhand, ist es wichtig, sich bewusst zu entspannen. Das klappt auch mit einer Selbstmassage. Ein Experte erklärt, wie es funktioniert.

Stress ist eine körperliche und mentale Belastung. Nicht selten führt er zu Muskelverspannungen, Blockaden und Kopfschmerzen. Mit der richtigen Entspannungstechnik lässt sich dies jedoch verhindern.

Selbstmassage als Anti-Stress-Mittel

«Eine Massage kann hier Wunder wirken, denn Massagen regen den Stoffwechsel an, schütten Glückshormone aus und stärken unser Immunsystem», so Prof. Dr. Ingo Froböse, Leiter des Zentrums für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln. Blockaden werden gelöst, Geist und Körper entspannen sich. Dafür muss man nicht einmal viel Geld für eine professionelle Massage investieren, sondern schon wenige einfache Handgriffe zur Selbstmassage können ein effektives «Anti-Stress Mittel» sein.

Gesichtsmassage entspannt und strafft die Haut

Eine effektive Methode der Eigenmassage ist die Gesichtsmassage. Diese Technik führt zu einer sofortigen Entspannung. Hierbei streicht man sanft mit den Handflächen von der Nase in Richtung der Wangenknochen bis hin zu den Ohren, um anschließend mit den Fingern leicht über markante Gesichtsstellen zu gleiten. Auch der Mund und die Augenpartie werden sanft umstrichen. Das Kinn wird durch leichte Druckbewegungen gelockert. Sanfte Klopfbewegungen sorgen für Entspannung und sollen zusätzlich einen hautstraffenden Effekt haben.

Verspannten Nacken massieren

Die häufigsten Verspannungen entstehen im Nacken- und Schulterbereich. Ursachen sind meist zu langes Sitzen im Büro, oder einseitige Belastungen. Diese Blockaden können gelöst werden, indem die Nackenmuskulatur leicht mit den Händen ausgestrichen wird. Gestartet wird am Hinterkopf am obersten Wirbel der Halswirbelsäule, von dort aus gleiten die Hände an der Halswirbelsäule entlang, bis hin zur Brustwirbelsäule. Vor allem die sogenannten «Triggerpunkte» sollten dabei gut durchgeknetet werden. Das sind Stellen, die besonders verspannt sind. Hier werden die Fingerspitzen am besten mit etwas mehr Druck in die Muskulatur gepresst. Sanft-kreisende Bewegungen helfen die Blockaden zu lockern. «Leichte Dehnungen der Hals- und Nackenmuskulatur tragen anschließend zur vollkommenen Entspannung der überarbeiteten Muskulatur bei», sagt Froböse.

Solarplexus: Druckmassage senkt den Puls

Eine weitere sehr sensible Stelle unseres Körpers ist der Solarplexus. Dies ist ein Nervengeflecht, das sich etwa zehn Zentimeter über dem Bauchnabel befindet. Eine gezielte Druckmassage in dieser Körperregion senkt den Puls und wirkt sehr beruhigend. Bei der Druckausübung, die ungefähr fünf Sekunden dauern sollte, wird bewusst eingeatmet. Beim Nachlassen des Drucks erfolgt eine langsame und kontrollierte Ausatmung. Fünf- bis achtmal sollte der Vorgang wiederholt werden.

Nach der Selbstmassage die Ruhe genießen

«Bei allen Selbstmassagetechniken dürfen keine Schmerzen auftreten. Sie sollen ausschließlich eine wohltuende Wirkung haben», erklärt der Fitnessexperte. Danach sollte man sich noch ungefähr eine Viertelstunde Zeit nehmen, um den Moment der Ruhe zu genießen und zu spüren, wie sich der Körper durch die Selbstmassage verändert hat.

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Quelle: dpa
(Bilder: dpa; www.enrico-verworner.de; Felix ClubRestaurant; Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks)