Reste
In handliche Portionen aufgeteilt, werden die Reste vom Festessen für den Gefrierschrank vorbereitet. dpa

Reste vom Festessen kreativ verwerten

Vom üppigen Weihnachtsessen bleibt fast immer etwas übrig. Damit kann man ganz neue Gerichte zaubern. Tipps und Tricks.

Reste vom Gänsebraten, übriggebliebenes Gemüse, ein paar Kartoffeln: Vom großen Weihnachtsessen bleibt fast immer etwas übrig. Und mit den Resten vom Festessen kann man mehr tun, als sie irgendwann zu entsorgen.

Reste erst abkühlen lassen

Egal, ob Tiefkühlen oder Kühlschrank: Die gegarten Reste müssen rasch abgekühlt, in entsprechende Behälter gefüllt und gelagert werden. Wer mag, kann bei Fleisch vor dem Weiterverarbeiten noch den Fettrand entfernen, er kann etwas ranzig schmecken.

Reste im Kühlschrank richtig aufbewahren

Wenn man die Reste am nächsten Tag noch essen möchte, kann man Speisen im Kühlschrank aufbewahren. «Dafür sollten sie aber gut verpackt werden», sagt Silke Schönrock vom Landesverband Berlin des Deutschen Hausfrauenbundes. Eine Schale mit einem Teller abzudecken, reiche nicht aus. «Dann kann Flüssigkeit von den Speisen verdunsten und sich im Kühlschrank ansammeln.» Besser sei daher, die Reste in Gefäße umzufüllen, die richtig verschlossen werden können. Für die meisten Reste im Kühlschrank gilt die goldene Zwei-Tage-Regel.

Reste richtig einfrieren

Steht für den nächsten Tag aber schon ein anderes Essen auf dem Programm oder ein Besuch bei Verwandten an, können die Reste auch eingefroren werden. «Bei der Gans sollte man dafür das Fleisch vom Kochen abtrennen und ohne andere Speisen einfrieren», sagt Schönrock. Auch bereits gebratener Karpfen könne problemlos eingefroren und später wieder aufgetaut werden. «Im Eisfach kann man Speisen bei etwa minus 18 Grad gut vier Wochen aufbewahren.»

Temperatur im Kühlschrank muss stimmen

Die richtige Lagerung ist wichtig, um zu verhindern, dass Lebensmittel verderben. So sollte die Temperatur im Kühlschrank zum Beispiel unter fünf Grad gehalten und das Gerät etwa alle vier Wochen gereinigt werden. Gefrorene Lebensmittel sollten außerdem nie auf der Küchenarbeitsplatte aufgetaut werden. Besser ist das Auftauen im Kühlschrank oder in der Mikrowelle, auf jeden Fall aber in einer Schüssel.

Neue Gerichte aus Resten zaubern

Speisereste müssen aber auch nicht immer so wie sie sind, gelagert werden. Aus den Resten können auch leckere neue Gerichte entstehen.

Fleisch und Soße auf Toast

«Hat man zum Beispiel etwas Fleisch und Soße vom Braten über, kann man das am nächsten Tag auf vorher eingefrorenes und aufgetautes Toast-Brot legen und als Sandwiches servieren», sagt die Kochbuchautorin Gabriele Gugetzer.

Kartoffeln zu Rösti verarbeiten, Gemüse zu Suppe

Wer gegarte Kartoffeln übrig hat, kann diese zu Rösti verarbeiten. Und Gemüsereste können für eine Suppe verwendet werden.

Rotwein zu Eiswürfeln, Obst zu Smoothie

Rotweinreste können als Eiswürfel eingefroren und später für eine Soße verwendet werden -oder Reste vom Obstsalat zu vitaminhaltigen Smoothies püriert werden.

Für drei Tage kochen und Speisen variieren

Eine andere Möglichkeit ist, Reste bewusst einzuplanen. «Man kann sich vorab präzise überlegen, was man kochen kann, damit man davon - in veränderter Form - zwei bis drei Tage lang essen kann», rät die Autorin. Das heißt: einmal kochen und damit die Grundlage für verschiedene Essen schaffen. «So macht man es sich leicht und braucht kein schlechtes Gewissen haben.»

Gänsefleisch zu Brotaufstrich

Zum Beispiel könnte gleich eine Gänsekeule mehr geschmort werden, um das Fleisch zu einem feinen Brotaufstrich zu verarbeiten. «Das Fleisch wird klein gehackt oder püriert, mit Pfeffer und Nelke gewürzt, mit Butter oder Schmalz und eventuell etwas Bratensoße vermengt.» Das müsse etwa einen halben Tag im Kühlschrank durchziehen und könne als kleine Canapés gereicht werden.

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Quelle: dpa
(Bilder: dpa; Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks)