Woran man eine Zwangsstörung erkennt
Putzzwang: Auch Saubermachen kann zu einem Zwang werden. Foto: Tobias Hase/dpa dpa

Mühe beim Unterdrücken: Woran man eine Zwangsstörung erkennt

Ist die Kaffeemaschine aus und die Tür richtig abgeschlossen? Kurz zu überprüfen, ob man etwas vergessen hat, ist sicher nicht schädlich, im Gegenteil. Doch ab wann werden Handlungen zum Zwang?

Köln (dpa/tmn) - Jeder überprüft mal, ob er die Tür wirklich abgeschlossen hat, und die meisten waschen sich wohl ein paar Mal am Tag die Hände. Solche Handlungen können aber auch zwanghaft werden.

Das ist der Fall, wenn man sie kaum mehr unterdrücken kann. Versucht der Betroffene es, wird er zum Beispiel unruhig, angespannt oder bekommt Angst, erklärt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG).

Zu den typischen Zwangsgedanken gehört neben der Angst, Dinge zu vergessen, oder der Angst vor Keimen, das Zählen zum Beispiel bis 20 oder ein Ordnungszwang, bei dem Dinge auf eine ganz bestimmte Art und Weise angeordnet sein müssen.

Betroffene können in einer Therapie lernen, ihre Zwangsgedanken ein Stück weit zu kontrollieren, so dass sie ihr Leben nicht mehr so einschränken. Auch der Austausch in einer Selbsthilfegruppe hilft manchen.

Letzte Änderung: Freitag, 20. Oktober 2017 05:10 Uhr
Quelle: dpa
(Bilder: www.enrico-verworner.de; Felix ClubRestaurant; Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks; dpa)