An Depressionen erkrankt
Leidet ein Mensch an Depressionen, ist es wichtig, dass er von Angehörigen und Freunden die richtige Unterstützung bekommt. dpa

Depressionen: Tipps für Freunde und Angehörige

Eine Depression beeinträchtigt nicht nur den Betroffenen selbst, sondern auch Freunde und Angehörige. Doch wie verhält man sich am besten?

Wenn ein guter Freund oder Angehöriger depressiv ist, sind viele Menschen unsicher, wie sie sich verhalten sollen. Ein Patentrezept gibt es zwar nicht. Aber ein paar Dinge, die im Umgang mit der Erkrankung hilfreich sein können, lassen sich beachten.

Depressionen ernst nehmen

Am wichtigsten ist, den Betroffenen ernst zu nehmen und Verständnis zu haben, wie das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) in einer neuen Patienteninformation erklärt. Außerdem sollte man den Freund oder Angehörigen - wie man es bei jeder anderen Erkrankung auch machen würde - ermutigen, sich professionelle Hilfe zu suchen.

Depressive im Alltag unterstützen

Im Alltag kann man den Betroffenen unterstützen und ihm mit kleinen Unternehmungen Freude bereitet - zum Beispiel gemeinsam Spaziergänge machen oder Musik hören. Viele von Depressionen Betroffene haben laut dem ÄZQ auch Angst davor, als verrückt zu gelten - als Freund oder Angehöriger sollte man ihm unbedingt vermitteln, dass das nicht der Fall ist. Niemand trägt die Schuld an der Erkrankung, die Ursachen sind vielfältig, und sie kann jeden treffen, betont das ÄZQ.

Symptome einer Depressionen erkennen

Eine Depression beeinflusst den gemeinsamen Alltag. So ist die Stimmung oft gedrückt, der Betroffene verliert seinen Interessen und Freude, er ist antriebsschwach und wird leicht müde, heißt es in der Patienteninformation. Betroffene haben auch ein geringeres Selbstwertgefühl, Angst vor der Zukunft, Schlafstörungen, kaum Appetit und andere körperliche Beschwerden wie Magen-Darm-Probleme oder ein Druckgefühl im Hals und in der Brust.

Geduldig sein und um sich selbst kümmern

Als Freund oder Angehöriger sollte man sich über die Krankheit informieren und darauf einzustellen, dass die Behandlung Zeit braucht. Wichtig ist auch, trotz der Erkrankung des Freundes oder Angehörigen auf sich selbst Acht zu geben und zum Beispiel seine Hobbys nicht zu vernachlässigen.

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Quelle: dpa
(Bilder: dpa; www.enrico-verworner.de; Felix ClubRestaurant; Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks)