Lebensmittel in der Tonne
So bitte nicht: Wer planvoll einkauft, häuft keine abgelaufenen Lebensmittel an - und muss weniger wegwerfen. dpa

Lebensmittelverschwendung verhindern: Einkäufe genau planen

Immer mehr Lebensmittel landen auf dem Müll. Wie Verbraucher die Verschwendung zumindest reduzieren können.

Damit sich zu Hause keine abgelaufenen Lebensmittel häufen, planen Verbraucher ihre Einkäufe besser genau. Sie besorgen also nur so viel, wie sie vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD) voraussichtlich verzehren werden. Das empfiehlt das Bundesverbraucherministerium. Richtiger Transport und richtige Aufbewahrung können außerdem dazu beitragen, dass sich die Ware länger hält und nicht unnötig in die Mülltonne wandert.

Abgelaufene Lebensmittel gehören nicht immer in den Müll

Ein Lebensmittel mit abgelaufenem MHD gehört aber nicht automatisch in den Abfall. Verbraucher sollten vielmehr mit allen Sinnen prüfen, ob es noch genießbar ist, rät das Ministerium. Richtig gelagert seien viele Produkte auch später noch gut. Ist das MHD schon etwas länger vorbei, sei der Verderb meist leicht erkennbar. Ein ungewohntes Aussehen oder ein merkwürdiger Geruch können Anzeichen sein.

Kochen für Gäste: Portionsgrößen ermitteln

Den eigenen Bedarf einzuschätzen, ist oft leicht. Doch wer Gäste erwartet, kommt oft ins Straucheln. Vor allem bei Büfetts wird häufig vergessen, dass man sich völlig außerhalb der Portionen bewegt und am Ende etwas übrig bleibt. Um das zu verhindern, haben einige Verbraucherzentralen einen Portionsplaner in Form einer Drehscheibe entwickelt. Mit ihr lassen sich die richtigen Portionsgrößen leichter herausfinden. Die Initiative « Zu gut für die Tonne» bietet zu diesem Zweck einen Partyplaner an.

Kochpannen: Essen kann oft gerettet werden

Die Suppe ist versalzen, das Fleisch angebrannt oder die Soße zu fettig? Kein Grund, die Lebensmittel wegzuwerfen. Zum Beispiel lassen sich versalzene Speisen mit Sahne, Wasser oder Wein strecken, empfiehlt «Zu gut für die Tonne». Angebrannte Stellen könnten abgeschnitten werden, und überschüssiges Fett lässt sich abschöpfen.

Speisereste richtig lagern und verwerten

Wenn trotz guter Planung etwas übrig bleibt, sollte man Speisereste, sobald sie kalt geworden sind, möglichst schnell in den Kühlschrank stellen. Kühl gelagert, bleibt Fleisch nach Angaben von «Zu gut für die Tonne» bis zu drei Tage genießbar, gegarter Fisch und Beilagen zwei Tage. Ist absehbar, dass man die Reste in dieser Zeit nicht verwerten kann, gibt es immer noch das Tiefkühlfach: Eingefrorene Lebensmittel halten sich bei minus 18 Grad mehrere Monate lang.

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Quelle: dpa/Berlin.de
(Bilder: dpa; www.enrico-verworner.de; Felix ClubRestaurant; Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks)