Lieferdienst
Unzufrieden mit der Pizza? Ein Widerruf ist bei bestelltem Essen nicht möglich. dpa

Lieferdienst: Kunden haben kein Widerrufsrecht

Da Essen eine verderbliche Ware ist, ist ein Widerruf nicht möglich. Das gilt auch für Lieferdienste. Zwei Ausnahmen gibt es allerdings.

Wer bei einem Lieferdienst zubereitete Gerichte bestellt, hat kein Widerrufsrecht. Bei Waren, die schnell verderben können, schließt der Gesetzgeber ein solches Recht aus. Wer also zum Beispiel eine Pizza bestellt und es sich kurz darauf anders überlegt, muss dennoch zahlen.

Essen schmeckt nicht: Trotzdem zahlen?

Auch dann, wenn das gelieferte Essen nicht schmeckt, muss der Kunde zahlen, wie Jochen Weisser, Jurist beim Verbraucherservice Bayern, erklärt. «Das ist dann mein Problem», sagt der Experte.

Beim Lieferdienst beschweren

Verbraucher können sich aber immer beschweren und auf die Kulanz des Restaurants hoffen. Dieses möchte seine Kunden in der Regel halten und habe kein Interesse an einer schlechten Bewertung, sagt der Experte. Anders sieht es aus, wenn das Essen verdorben ist oder nicht die erwartete Qualität aufweist: Dann kann man es zurückgeben.

Frische Pizza

Lieferdienst: Muss man kaltes Essen annehmen?

Bleibt keine Zeit zum Kochen, ist eine Pizza schnell bestellt. Doch wenn der Lieferservice kommt, ist sie manchmal schon abgekühlt. Muss man kalte Pizza trotzdem kaufen? mehr

Letzte Änderung: Dienstag, 10. Januar 2017 09:52 Uhr
Quelle: dpa
(Bilder: dpa)