Mann mit Kinderwagen
Alte Kinderwagen liegen im Trend. Beim Kauf gebrauchter Modelle sollten Eltern jedoch auf die Sicherheit achten. dpa

Kinderwagen aus zweiter Hand: Was beim Kauf zu beachten ist

Ein gebrauchter Kinderwagen schont Geldbeutel, Gesundheit und die Umwelt. Bei der Wahl sollten Eltern aber ganz genau hinsehen - vor allem bei Angeboten im Internet.

Bei der Babyausstattung setzten viele Eltern auf Sachen aus dem Secondhand-Laden - vom Strampler bis zum Spielzeug. Das ist zum einen günstig. Und es passt zur Idee vom Teilen, Leihen und Gebrauchtkaufen, die heute in vielen Bereichen im Alltag zu finden ist. Warum also nicht auch einen Kinderwagen aus zweiter Hand kaufen? Eltern müssen dabei aber genau hinsehen.

Vor Kauf nach Mängeln schauen

«Die Sicherheit eines Kinderwagens sollte stets Vorrang haben», sagt Rolf Buschmann vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Daher ist es wichtig, den Wagen vor dem Kauf genau zu begutachten und nach Mängeln zu schauen. Gibt es rostige Stellen? Funktionieren alle Bauteile noch? Ist es ein gängiges Modell - gibt es also noch Ersatzteile? Außerdem ist wichtig, wie der Wagen gelagert wurde und ob es Anzeichen von Schimmel gibt.

Kinderwagen im Internet kaufen

Bei eBay Kleinanzeigen wird Nutzern geraten, sich Waren im höheren Preissegment beim Online-Kauf nur persönlich übergeben zu lassen und sich gegebenenfalls den Personalausweis des Verkäufers und Kaufbelege zeigen zu lassen. Weicht der angebotene Preis zu stark von den marktüblichen Preisen ab, ist Vorsicht geboten.

Gebrauchter Kinderwagen hat weniger Schadstoffe

Vor allem in puncto Schadstoffbelastung sei der Kauf eines gebrauchten Kinderwagens ein guter Tipp, erklärt Meike Rix von der Zeitschrift «Öko-Test». Denn man könne davon ausgehen, dass viele Schadstoffe schon herausgewaschen oder ausgedünstet seien. Außerdem lassen sich leicht einige Hundert Euro sparen.

Eltern legen Wert auf Nachhaltigkeit

Gebrauchtware gilt wieder als schick - Trendforscherin Janine Seitz zufolge gibt es eine regelrechte «Second-Sale-Kultur». Gerade die junge, internetaffine Elterngeneration kauft vielfach im Netz ein - und bietet dort selbst Waren an. «Teilen, Nutzen und Wieder-in-den-Verkehr-Bringen sind Spielarten eines neuen Konsumierens», sagt Seitz.

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Quelle: dpa
(Bilder: dpa)