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Um Kindern die Entwöhnung vom Schnuller zu erleichtern, werden die Nuckel mancherorts an einen Baum gehängt. dpa

Schnullerentwöhnung bei Kleinkindern: So klappt's

Spätestens wenn das Kind drei oder vier Jahre alt ist, sollte der Nuckel ausgedient haben. Rituale können bei der oft nervenaufreibenden Schnullerentwöhnung helfen.

Irgendwann soll er weg, der Schnuller. Heute hören viele Kinder die Geschichte von der Schnullerfee: Sie kommt in der Nacht, nimmt den Schnuller mit und hinterlässt ein Geschenk.

Schnullerentwöhnung: Spielzeug oder Ausflug zur Belohnung

«Ein schönes Ritual», findet Ulric Ritzer Sachs von der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung. Es müsse ja kein großes Geschenk sein, das am Tag darauf unter dem Kopfkissen liegt. Auch ein kleines Spielzeug oder ein gemeinsamer Ausflug sind eine gute Idee.

Schnuller vergraben oder Tage zählen

Wem die Erzählung mit der Fee nicht zusagt oder wer nichts kaufen möchte, kann sich ein anderes Ritual überlegen: den Schnuller beispielsweise vergraben oder mit dem Kind gemeinsam die Tage zählen, bis er wegkommt. «Wichtig ist, dass sich Kinder darauf vorbereiten können.»

Eltern sollten nach Entwöhnung hart bleiben

Ist die Entwöhnung vom Schnuller geschafft, ist aber noch nicht jede Klippe umschifft. Oft fragen Kinder nach drei, vier Tagen wieder nach dem Gumminuckel. Dann dürfen Eltern nicht weich werden. «Auch, wenn das drei oder vier anstrengende Nächte bedeutet: Kinder schaffen das», sagt Ritzer-Sachs.

Richtigen Zeitpunkt für Schnullerentwöhnung finden

Wann der richtige Zeitpunkt zur Entwöhnung gekommen ist, lässt sich schwer pauschal beantworten. Manche Kinder können schon mit zwei Jahren darauf verzichten, andere erst mit drei oder vier. Am besten überlegen sich Eltern schon eine Frist, wenn ihr Kind noch ein Baby ist. Das schützt sie davor, später nicht mehr den Absprung zu bekommen.

Quelle: dpa