Papa mit Baby
Was will das Kind bloß? Beim ersten Kind müssen Eltern viel lernen. dpa

Baby für Anfänger: Sieben Tipps für junge Eltern

Baby- wie geht das? Beim ersten Kind haben Eltern viele Fragen. Sieben Antworten auf erste, wichtige Fragen rund ums Baby.

Beim ersten Kind stehen Eltern vor neuen Aufgaben - und brauchen Antworten auf ganz neue Fragen. Wie ersetze ich Milchmahlzeiten durch Breikost? Hat Babywasser Vorteile? Worauf soll ich achten, wenn ich einen Babyschwimmkurs suche?

Babybrei Gemüse oder Obst für selbsthergestellten Babybrei sollte gut gesäubert werden. dpa

Wie gewöhnt man das Baby von Milch auf feste Nahrung um?

Eltern führen Beikost bei ihrem Baby am besten in mehreren Schritten ein. Das bedeutet, dass sie zunächst die Milchmahlzeit mittags zugunsten von Brei ersetzen. Im Vier-Wochen-Rhythmus folgen dann die anderen Mahlzeiten, erläutert die Deutsche Haut- und Allergiehilfe. Breie aus Gemüse, Kartoffeln und Fleisch oder Fisch machen dabei den Anfang. Dann kommen Milch-Getreide-Breie und anschließend Obst-Getreide-Breie hinzu. Selbst wenn das Kind ein erhöhtes Allergierisiko hat, sollten Eltern nicht bestimmte Lebensmittel meiden, die häufig Allergien auslösen. Nur Kuhmilch als Trinkmilch gehört erst nach dem ersten Lebensjahr auf den Speiseplan.

Brauchen Babys spezielles Babywasser?

Viele Hersteller bieten spezielles Babywasser als Durstlöscher oder zum Breianrühren für Säuglinge an. Im Vergleich mit Mineral- oder Leitungswasser haben sie aber kaum Vorteile, dafür einen höheren Preis. Das hat ein Marktcheck der Verbraucherzentrale Niedersachsen mit sieben Wässern ergeben. Als Babywasser beworbene Produkte sind bis zu dreimal teurer als herkömmliches Mineralwasser, das ebenfalls zum Zubereiten von Säuglingsnahrung geeignet ist.

Was soll das Baby unterwegs trinken?

Die meisten Babywässer werden im 1,5 Liter Tetrapak oder in der PET-Flasche verkauft. Das ist für unterwegs unpraktisch, außerdem sollten Eltern die Flüssigkeit abkochen, wenn sie länger als zwei Tage geöffnet ist. Besser ist es, sein Wasser zu Hause frisch nach Bedarf abzukochen und in einer Thermoskanne mitzunehmen.

Babyschwimmen dpa

Babyschwimmen- ist das sinnvoll?

Babyschwimmkurse werden fast überall angeboten. Für die Qualitätssicherung gibt es aber keine festen Regeln, Kursleiter müssen über keine besonderen Fortbildungen verfügen. Eltern sollten deshalb besser vorher nachfragen, ob sie bei der DLRG oder dem Deutschen Schwimmverband geschult wurden. In vielen Kursen gehört Babytauchen zum Programm. Die Kleinen werden dabei kurz unter Wasser gehalten. Dabei sollen sie durch den Atemanhalte-Reflex vor dem Ertrinken geschützt sein. Bei manchen Kindern finde sich dieser Reflex aber schon vier Wochen nach der Geburt nicht mehr, warnt der Kinderarzt Karsten Theiß. Zur Sicherheit sollten Eltern auf das Babytauchen deshalb besser verzichten.

Stärkt Babyschwimmen das Immunsystem bei Kindern?

Kinder, die am Babyschwimmen teilnehmen, haben Studien zufolge mehr Infekte als Nichtschwimmer. Als Grund vermuten Forscher, dass Säuglinge größere Mengen an Wasser schlucken und damit Viren und Bakterien aufnehmen. Vor Kursbeginn sollte das Baby deshalb vollständig gegen Rotaviren geimpft sein, eine der häufigsten Ursachen für Magen-Darm-Erkrankungen. Danach heißt es noch 14 Tage abwarten: Denn in dieser Zeitspanne scheiden noch 50 Prozent der Kinder Impfviren aus, erklärt Theiß in der Zeitschrift «Baby und Familie» (Ausgabe März 2015).

Ab welchem Alter schläft ein Baby die Nacht durch?

Babys bis zu einem halben Jahr haben noch keinen geregelten Schlafrhythmus. Die Schlafphasen dauern meist zwei bis drei Stunden, insgesamt brauchen sie rund 14 bis 16 Stunden Schlaf innerhalb von 24 Stunden. Kurze Aufwachphasen in der Nacht sind völlig normal, erklärt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Mit etwa einem halben bis einem Jahr gelingt es den meisten Babys, zehn Stunden oder mehr durchzuschlafen. Sind die Kinder etwa 12 bis 15 Monate alt, reduzieren sich die Ruhephasen am Tag: Dann reicht meist ein Mittagsschlaf von ein bis zwei Stunden.

Wie gewöhnt man ein Kind an die Schlafenszeit?

Eltern können den Kindern auf verschiedenen Wegen verdeutlichen, dass nachts Schlafenszeit ist: Sie sprechen dann zum Beispiel mit gedämpfter Stimme und sorgen für eine ruhige und dunkle Atmosphäre. Zwar kann die Anwesenheit der Eltern beim Einschlafen helfen: Aber sie nehmen das Kind bei Einschlafstörungen möglichst nicht auf den Arm oder nehmen es mit in ihr Bett. Denn dann gewöhnt sich das Kind mitunter an dieses Ritual und schafft es nicht mehr, selbstständig einzuschlafen.

Quelle: dpa