«Meine Spielzeugkiste»-Mitarbieter Felix Metz
«Meine Spielzeugkiste»-Mitarbieter Felix Metz reinigt zurückgesendete Spielwaren. Die Berliner Firma verleiht Spielzeug. dpa

Spielzeug online tauschen statt kaufen

Mit dem Tauschen oder Mieten von Spielzeug im Internet können Eltern den Spielsachenberg im Kinderzimmer schrumpfen lassen. Dies ist aber nur ein Vorteil des neuen Trends.

Viele Eltern können ein Lied davon singen: Kaum zwei, drei Mal haben die Kinder mit dem neuen Puppenwagen oder der tollen Autorennbahn gespielt, da steht das Spielzeug schon in der Ecke und verstaubt. Mit jedem Weihnachtsfest und Geburtstag wächst und wächst der Spielsachenberg. Doch allmählich setzt ein Umdenken ein: Teilen und Tauschen statt Kaufen und Wegwerfen heißt die Devise, die mittlerweile auch im Kinderzimmer Einzug gehalten hat.

Spielzeug tauschen: Neuer Trend im Internet

Dass man damit nicht nur Ressourcen schonen, sondern auch Geld verdienen kann, zeigen viele neue Geschäftsmodelle, die in den vergangenen Jahren rund um den vom Internet beflügelten Trend entstanden sind. Er gibt auch der schwächelnden deutschen Gründerszene Auftrieb.

Spielzeug umsonst: Tauschbörsen im Internet

Geteilt, getauscht oder gemietet werden kann schon vieles übers Netz: Wohnungen etwa und Autos oder Lebensmittel, Kleider, Kostüme und Werkzeug, Bücher- und eben auch Spielzeug. Angebote dafür halten Plattformen wie rentatoy.info, elternmarkt.de oder dietauschbörse.de bereit. Das Münchner Unternehmen Kleiderkreisel mit seinem auf Mütter fokussierten Ableger Mamikreisel bietet den Nutzern einen virtuellen Flohmarkt für gebrauchte Kleidung und Spielzeug an. Wer mag, kann seine Sachen über die Plattform auch anderen Nutzern schenken oder unentgeltlich tauschen. Rund eine Million Mitglieder hat der vor vier Jahren gegründete Kleiderkreisel nach Angaben einer Unternehmenssprecherin bereits. Die Firma finanziere sich über Werbung und schreibe schwarze Zahlen.

Spielzeug kann auch mit Rabatt gekauft werden

So weit ist MeineSpielzeugkiste.de aus Berlin noch nicht. Über die Internetseite der 2011 gegründeten Firma können sich die Kunden per Abo-Modell Wunschspielzeug für ihre Kinder zusammenstellen, zusenden lassen und so lange nutzen, bis die Kleinen die Lust daran verlieren. Dann werden die Sachen zurückgeschickt und eine neue Kiste kommt ins Haus. Wer möchte, kann das gemietete Spielzeug aber auch mit Rabatt kaufen. Rund 650 Abonnenten hat das Startup inzwischen für sich gewonnen, jeden Monat kommen derzeit etwa 100 bis 150 dazu, sagt Mitbegründer Florian Spathelf.

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Quelle: dpa
(Bilder: dpa)