Wenn Kinder fernsehen
Zeichentrickfilme, in denen es um Freundschaft geht, sind besser für Kinder geeignet als Reality-Serien. dpa

Fernsehen: Kinder durchschauen Reality-Serien oft nicht

Inszenierte Reality-Serien sind für Kinder nicht geeignet. Experten erklären, warum und gegen Tipps für den geeigneten Umgang mit dem Format.

Inszenierte Reality-Serien im Fernsehen überfordern Kinder oft. Bei diesen Formaten sollen Zuschauer das Gefühl bekommen, live ein reales Geschehen zu verfolgen. Vor allem Jüngeren ist dabei nicht bewusst, dass es sich um inszenierte Szenen nach Drehbuch handelt und die vermeintlich authentischen Figuren Schauspieler sind. In den sogenannten Scripted Reality-Formaten werden Auseinandersetzungen, Neid, Missgunst und Sexualität oft übertrieben dargestellt.

Fernsehserien bieten keine Orientierung für Kinder

Für Kinder sei das keine gute Quelle, um sich zu orientieren, warnt die Initiative «Schau hin! Was dein Kind mit Medien macht». Das Risiko sei groß, dass Kinder die gezeigten Vorurteile und Klischees als selbstverständlich hinnehmen. Statt Emotionen nach Drehbuch vorgesetzt zu bekommen, wählen Eltern besser altersgerechte Geschichten, in denen es um Themen wie Freundschaft, erste Liebe oder Bewährungsproben geht.

Reality-Serien erst ab 12 Jahren geeignet

Wollen Jugendliche Reality-Serien trotzdem unbedingt sehen- weil der Gruppendruck auf dem Schulhof etwa zu groß ist- ist dies frühestens für Zwölfjährige ratsam. Am besten setzen sich Erwachsene beim Fernsehen dazu und sprechen mit ihren Kindern darüber, wie real die erzählten Geschichten sind.

Quelle: dpa