Religionsunterricht
Das Gericht schloss aus, dass die Kinder im Unterricht einseitig in religiösen Fragen beeinflusst werden. Foto: Patrick Pleul dpa

Schule: Religionsunterricht ist nicht schlecht für Kinder

Streiten sich Eltern über die Teilnahme ihres Kindes am Religionsunterricht, kann das Kind bis zur Klärung des Streits trotzdem am Unterricht teilnehmen. Das hat das Oberlandesgericht Köln entschieden.

In dem Fall stritten die Eltern darüber, ob ihre konfessionslosen Kinder den Religionsunterricht in der ersten Klasse besuchen sollten. Das Amtsgericht hatte dem Vater die Entscheidung über eine Teilnahme am Unterricht und an den Schulgottesdiensten übertragen, die dieser befürwortete. Dagegen legte die Mutter Beschwerde ein. Sie beantragte außerdem, dass der Beschluss des Amtsgerichts außer Kraft gesetzt wird.

Kein Schaden durch Religionsunterricht

Diesen Antrag wies das Oberlandesgericht Köln (OLG) zurück (Az.: 12 UF 108/12), wie der Deutsche Anwaltverein (DAV) mitteilt. Eine endgültige Entscheidung haben die Richter hiermit allerdings noch nicht getroffen. Sie waren aber der Meinung, dass eine vorläufige Teilnahme der Kinder an Schulgottesdiensten und Religionsunterricht dem Kindeswohl entspreche. Es sei nicht zu befürchten, dass die Kinder bis zur abschließenden Klärung Schaden nehmen könnten. Außerdem sei es unwahrscheinlich, dass die Kinder einseitig in religiösen Fragen beeinflusst werden könnten.

Quelle: dpa