Flüchtlingsunterkunft in Tempelhof
Doppelstockbetten stehen im Hangar 3 des ehemaligen Flughafens Tempelhof. Foto: Clemens Bilan/Archiv dpa

Geflüchtete sollen bald Hangars in Tempelhof verlassen

Stichwort: Flüchtlinge

Eine der spektakulärsten Notunterkünfte für Flüchtlinge in Deutschland, die Hangars des früheren Flughafens Berlin-Tempelhof, soll bis Mitte des Jahres geschlossen werden. Die aktuell noch rund 670 Bewohner ziehen dann in neue Unterkünfte, die am Rand des Flughafengeländes entstehen. Der Bau dieser sogenannten Tempohomes hatte Anfang Februar begonnen und soll im Juli fertig sein.

«Unser Ziel ist, bis Mitte des Jahres die Notunterkunft Tempelhof zu schließen», sagte eine Sprecherin des Betreibers Tamaja am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte die «Berliner Morgenpost» darüber berichtet. Allerdings bleibt das sogenannte Ankunftszentrum, das ebenso in den Hangars untergebracht ist wie die Notunterkunft, weiter bestehen. Es dient als erste Anlaufstelle für Flüchtlinge, die neu in Berlin eintreffen.

In mehrere riesige Hallen des mächtigen Flughafengebäudes in Tempelhof waren im Oktober 2015 die ersten Flüchtlinge eingezogen. Berlin suchte seinerzeit händeringend nach Unterkünften für Tausende Menschen. In den Hangars leben die Menschen in provisorischen Wohnbereichen ohne viel Privatsphäre, die lediglich mit Zwischenwänden voneinander getrennt sind. Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise gab es 2500 Bewohner. Viele mussten mangels Alternativen länger dort ausharren als zunächst gedacht.

Letzte Änderung: Montag, 20. Februar 2017 14:19 Uhr
Quelle: dpa

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