Horror Clown
So können die Horror-Clowns aussehen. dpa

Berliner wehren sich: Horror-Clown schwer verletzt nach Angriff auf 14-Jährigen. Alle Infos zum Schock-Trend aus den USA.

Stichworte: Kriminalität Polizeimeldungen

Ein 14-Jähriger hat in Berlin-Lichterfelde einen Grusel-Clown erst mit einem Messer am Oberkörper verletzt, ihm dann aber auch Erste Hilfe geleistet. Trotzdem musste der 16-Jährige im Krankenhaus notoperiert werden, wie die Polizei am Dienstag mitteilte.

Er hatte am Montagabend eine Gruppe von Jugendlichen im Mercatorweg mit einer Clownsmaske und einem Hammer erschreckt. Daraufhin ging der 14-Jährige auf ihn los. Später stellte sich heraus, dass sich die beiden kannten. Der 14-Jährige wurde vorläufig festgenommen, dann aber seinen Eltern übergeben.

Gefährlicher Halloween-Trend aus den USA

Es ist der zweite Vorfall mit einem Grusel-Clown in Berlin. Am Freitagabend hatten zwei Grusel-Clowns vergeblich versucht, einen 25-jährigen Mann in der Bahnhofstraße in Lichtenrade auszurauben. Er konnte sich losreißen und wurde nicht verletzt. Die beiden mutmaßlichen Täter flüchteten.

Mit dem Hashtag #ClownSighting machte die Internetgemeinde der USA im Laufe dieses Jahres auf vermehrte Sichtungen der gruseligen Clowns auf den Straßen aufmerksam. Den ersten Fall soll es im US-Bundesstaat South Carolina gegeben haben. Die Polizei ging dort einem Fall nach, indem ein als Clown verkleideter Mann, Kinder mit Süßgikeiten in einen Wald gelockt haben soll. Eine Verbindung zum bevorstehenden Halloweenfest kann nicht ausgeschlossen werden.

Im September kam es im US-Bundesstaat Pennsylvania zur ersten Tragödie im Zuge des Horror-Clown-Trends. Ein Unbekannter mit einer Clowns-Maske soll den Schüler Christian Torres mit einem Messer getötet haben. Torres war 16 Jahre alt.

Horror-Clowns verunsichern deutschlandweit die Menschen

Seit einigen Tagen registrieren die deutschen Behörden vermehrt Übergriffe und Angriffe bewaffneter Clowns, die mit dem anstehenden Halloween zu tun haben. Die Täter in unheimlichen Kostümen erschrecken und bedrohen Passanten. Die gefilmten Aktionen werden häufig anschließend im Internet veröffentlicht.

Die Schock-Auftritte von «Horror-Clowns» werden in Deutschland immer mehr zur Plage und rufen jetzt die Politik auf den Plan. Echte Zirkusclowns fürchten mittlerweile um ihren Ruf.

Nordrhein-Westfalens Justizminister Thomas Kutschaty warnte Nachahmer vor den Folgen und drohte mit Haftstrafen. Auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann kündigte ein hartes Vorgehen an. Bundesweit häufen sich derweil die Taten. Am Wochenende wurden allein in NRW laut Innenministerium 86 Vorfälle gemeldet. In München ging ein «Grusel-Clown» mit Axt auf einen Jungen in München los.

Weitere Infos zu den Vorfällen der letzten Tage finden Sie hier:

Grusel-Clown

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Menschen in Clownskostümen

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Letzte Änderung: Dienstag, 25. Oktober 2016 10:52 Uhr
Quelle: dpa

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(Bilder: dpa)