Deniz Yücel
Der Türkei-Korrespondent der «Welt», Deniz Yücel. dpa

Autokorso für in der Türkei festgehaltenen Journalisten

Stichworte: Medien & Soziale Netzwerke Recht & Ordnung

Mit einem Autokorso durch Berlin hat sich eine Initiative für den in der Türkeifestgehaltenen «Welt»-Korrespondenten Deniz Yücel eingesetzt.

Der Korso mit etwa 30 Autos fuhr am Sonntagnachmittag vom Alexanderplatz durch die östliche Innenstadt bis nach Kreuzberg. Yücel ist der erste deutsche Journalist, der seit Verhängung des Ausnahmezustandes in der Türkei von der Polizei gefangen gehalten wird. Seinen Anwälten wurde gesagt, dass gegen ihn wegen Mitgliedschaft in einer Terrororganisation, Terrorpropaganda und Datenmissbrauchs ermittelt werde.

Der 43-Jährige besitzt sowohl die deutsche als auch die türkische Staatsbürgerschaft. Aus Sicht der türkischen Behörden ist er damit ein einheimischer und kein ausländischer Journalist. Seit dem Putschversuch in der Türkei im Juli 2016 geht der türkische Staat rigoros gegen Oppositionelle und Medien vor. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verlangte von der Türkei, im Ermittlungsverfahren gegen Yücel rechtsstaatliche Regeln einzuhalten.

Letzte Änderung: Montag, 20. Februar 2017 11:01 Uhr
Quelle: dpa

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