Lebensretter zeigen gefährliche Situationen auf dem Eis

Stichwort: Notfall

Mindestens 15 Zentimeter Eis und tagelange Minusgrade: Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Berlin hat am Sonntag an die Regeln zum Betreten von zugefrorenen Wasserflächen erinnert.

Bei fließenden Gewässern seien sogar 20 Zentimeter Eisdecke Pflicht, erklärte der stellvertretende DLRG-Landeseinsatzleiter Michael Neiße. Außerdem müsse man auf örtliche Besonderheiten wie Strömungen und Pflanzen achten, die die Eisdecke von unten anknabbern könnten, so der Experte. Bei einer Übung auf dem Berliner Pichelsee demonstrierten die Retter am Sonntag unterschiedliche Strategien, um ins Eis eingebrochene Menschen aus ihrer Lage zu befreien. Verschwindet der Eingebrochene unter der Eisdecke, kommen neben von Land heranrobbenden Helfern auch Taucher zum Einsatz. Neu ist in Berlin der Einsatz eines sogenannten Tauchertelefons: Damit bleibt der Taucher mit Sprechfunk mit Helfern am Land in Kontakt, während vom Ufer Rettung herbeieilt.

Seit Ende Januar hatten vorübergehend frostige Temperaturen vermehrt Spaziergänger auf die zugefrorenen Seen gelockt. Vergangene Woche mussten in Berlin mindestens drei Menschen aus eisigen Gewässern gerettet werden.

Letzte Änderung: Montag, 20. Februar 2017 11:41 Uhr
Quelle: dpa

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