Staatsanwaltschaft und Verwaltungsgericht
Amtsschilder der Staatsanwaltschaft und dem Verwaltungsgericht Berlin. dpa

Streit um Hummerhaltung: Teilsieg für Supermarkt

Stichwort: Tiere

Im Supermarkt gehaltene Hummer brauchen nach einem Urteil des Berliner Verwaltungsgerichts ausreichend Rückzugsmöglichkeiten und Grundfläche im Becken.

Danach muss sich nun auch ein Spandauer Einkaufsmarkt richten, der gegen einen Bescheid mit Tierschutz-Auflagen des Bezirks geklagt hatte. Das sagte der Sprecher des Verwaltungsgerichts, Stephan Groscurth, am Mittwoch. Das Gericht habe lediglich diese beiden von insgesamt 15 Auflagen der Veterinär- und Lebensmittelaufsicht für rechtmäßig gehalten (Az.: VG 24 K 188.14, Urteil der 24. Kammer vom 15. Februar)

Tierschutzrechtlich erforderlich seien die Rückzugsmöglichkeiten, da die Tiere Einzelgänger seien, so Groscurth. Zudem müsse pro Tier mindestens eine Fläche von 290 Quadratzentimeter zur Verfügung stehen - zwei Drittel eines DIN-A4-Blattes hätten in etwa diese Größe.

Bei einem Teil der Anordnungen hätten sich Klägerin und Behörde geeinigt, in wieder anderen Punkten wären aus Sicht des Gerichts gesetzliche Verordnungen nötig, wie Groscurth sagte.

Die Behörde hatte dem Markt unter anderem auch Vorgaben zur Wassertemperatur gemacht und die Abgabe lebender Tiere an Endverbraucher untersagt. Der Markt wollte mit der Klage erreichen, dass die Maßnahmen aufgehoben werden. Das Gericht hatte für die Verhandlung ein Sachverständigen-Gutachten eingeholt.

Letzte Änderung: Mittwoch, 15. Februar 2017 17:06 Uhr
Quelle: dpa

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