«Ride of Silence»
Zahlreiche, in weiß gekleidete Fahrradfahrer versammeln sich am 18.05.2016 vor dem Brandenburger Tor in Berlin, um zu einer Gedenkfahrt aufzubrechen, die an verunglückte Radfahrer erinnern soll. dpa

«Ride of Silence»: Stiller Protest für mehr Sicherheit auf dem Fahrrad rollt durch Berlin

Stichworte: Protest & Demos Geschichte & Gedenken Fahrrad Verkehr

Hunderte Berliner Fahrradfahrer haben am Mittwochabend mit einer stillen Gedenkfahrt an die Todesopfer im Straßenverkehr erinnert.

Die Teilnehmer trugen bei ihrer Tour durch die ganze Stadt weiße oder helle Kleidung. Die Fahrt begann am Brandenburger Tor und führte in einer großen Runde nach Charlottenburg, Schöneberg, Kreuzberg, Friedrichshain und zurück nach Mitte zum Roten Rathaus. Im vergangenen Jahr nahmen etwa 1200 Radfahrer teil.

«Ride of Silence» dpa
Ein Mann filmt am 18.05.2016 auf der Straße des 17. Juni in Berlin mit seinem Smartphone die Gedenkfahrt "Ride of Silence", die an verunglückte Radfahrer erinnern soll. Foto: Sophia Kembowski/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit

Ähnliche Gedenkfahrten waren unter dem Titel «Ride of Silence» weltweit in 350 Städten geplant. Die Veranstaltungen gibt es seit 13 Jahren jeweils am dritten Mittwoch im Mai.

Mehr Rücksichtsnahme für Fahrradfahrer

Der Fahrradclub ADFC verlangte mehr Rücksichtnahme auf die Radfahrer im Straßenverkehr und Umbaumaßnahmen in den Städten für mehr Sicherheit. 2015 gab es in Berlin 10 Radfahrer unter den 48 Verkehrstoten. Die Zahl liegt seit Jahren etwa in der Größenordnung. Auch die Zahlen der leicht- und schwer verletzten (2015: 4740/618) Radfahrer veränderten sich kaum. Ein leichter Anstieg liegt daran, dass immer mehr Menschen in Berlin Fahrradfahren.

Letzte Änderung: Donnerstag, 19. Mai 2016 10:18 Uhr
Quelle: dpa

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