Linienstraße
Transparente hängen am Haus 206 an der Linienstraße in Mitte. Am Vormittag hatten Gerichtsvollzieher, Sicherheitsbedienstete und 25 Polizisten in dem Gebäude zwei Wohnungen geräumt. dpa

Linienstraße 206: Polizei räumt linkes Hausprojekt

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Empörung in der linken Szene im Berliner Stadtteil Mitte: Die Polizei hat zwei Wohnungen eines linken Hausprojekts in der Linienstraße geräumt. Bereits 1990 wurde das Haus besetzt, immer wieder kam es zu Streitigkeiten mit wechselnden Eigentümern.

Nach Angaben einer Sprecherin leistete die Polizei Amtshilfe für einen Gerichtsvollzieher, der einen Beschluss des Amtsgerichts Mitte umsetze. 25 Polizisten seien seit dem frühen Dienstagmorgen in dem früher besetzten Haus im Einsatz. Nach einem Zeitungsbericht ging es um Kündigungen und folgende Zwangsräumungen.

Das Haus in der Linienstraße 206 wurde nach der Wende besetzt. Noch heute fällt es durch Transparente und Parolen auf der nicht sanierten Fassade auf. Nach einem Bericht der «Berliner Zeitung» wurde das Gebäude an eine rumänische Erbengemeinschaft rückübertragen. Später erhielten die Mieter von der Wohnungsbaugesellschaft Mitte (WBM) Verträge. Mehrfach wechselten die Besitzer. Nun kündigten neue Besitzer mehreren Bewohnern.

Letzte Änderung: Dienstag, 10. Mai 2016 14:33 Uhr
Quelle: dpa

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