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Eltern suchen ihre Kinder und Kinder ihre Eltern - bis heute. dpa

"Vergessene" DDR-Opfer demonstrieren in Berlin

Stichworte: Kiezkultur Geschichte & Gedenken Protest & Demos

Berlin (dpa) - Mit einer Kundgebung am Berliner Alexanderplatz haben am Samstag mehrere Dutzend Menschen die Aufarbeitung des Unrechts an "vergessenen Opfergruppen der DDR" gefordert.

Dazu gehören nach Angaben der OrganisatorInnen vor allem Betroffene von Zwangsadoptionen oder -aussiedlungen an der DDR-Grenze sowie verfolgte SchülerInnen und StudentInnen. Sie seien bislang gar nicht oder nur unzureichend entschädigt worden. Auch bei der Entschädigung von DDR-Heimkindern gebe es noch erhebliche Defizite. Der Verein Hilfe für die Opfer von DDR-Zwangsadoptionen und die Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft hatten zu dem Protest am Samstag aufgerufen.



Bislang ignorierte Opfergruppen müssten in den Gesetzen zur Rehabilitierung berücksichtigt werden, forderte Katrin Behr von der Beratungsstelle zu DDR-Zwangsadoptionen. Nach ihrer Schätzung gibt es etwa 10.000 Betroffene von Zwangsadoptionen. Es sei nicht hinnehmbar, dass diese Menschen ihr erlittenes Unrecht noch selbst nachweisen müssten.

Adresse: "Vergessene" DDR-Opfer demonstrieren in Berlin
Alexanderplatz 
10178 
Letzte Änderung: Montag, 20. April 2015 11:08 Uhr
Quelle: dpa

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