Berliner Landgericht
Das Berliner Landgericht. dpa

Ehefrau verfolgt und attackiert: 34-Jähriger gesteht

Stichwort: Kriminalität

Ein 34-Jähriger soll seine getrennt von ihm lebende Ehefrau über Monate hinweg verfolgt und attackiert haben.

Vor dem Berliner Landgericht hat der Angeklagte fünf Monate nach seiner Verhaftung ein Teilgeständnis abgelegt. Weil er die Trennung nicht akzeptieren wollte, habe er die Frau zur Rede stellen wollen und in einem Fall durch Stiche mit einem Kugelschreiber verletzt, erklärte der frühere Kraftsport-Trainer am Mittwoch zu Prozessbeginn.

Dem 34-Jährigen wird eine Serie von Straftaten in der Zeit zwischen April und Juli 2016 zur Last gelegt. Aus Verärgerung habe er die Frau in ihrer Wohnung eingesperrt, ein Bierglas nach ihr geworfen, die Wohnungstür eingetreten. Die Drangsalierte verlor den Ermittlungen zufolge ihren Arbeitsplatz in einem Hotel, weil er in den Gästezimmern nach ihr gesucht habe. Zudem soll er die Frau ausgeraubt und einen Brandanschlag auf ihre Wohnung in Auftrag gegeben haben.

Der Angeklagte erklärte, ihm sei inzwischen klar, dass er seine Frau verloren habe. «Was ich getan habe, tut mir sehr leid.» Die Anklage treffe zum Teil zu. Er sei damals zumeist stark alkoholisiert gewesen. Für das Feuer vor der Wohnung der Frau im Stadtteil Marzahn mit 5000 Euro Schaden sei er nicht verantwortlich. Auch habe es keine Faustschläge gegeben. Der Prozess wird am 22. Februar fortgesetzt.

Letzte Änderung: Mittwoch, 15. Februar 2017 15:26 Uhr
Quelle: dpa

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