Gericht in Moabit
Der Eingang zum Gerichtsgebäude in der Turmstraße in Moabit. dpa

Steinwürfe auf Polizisten: Bewährungsstrafe

Stichworte: Kriminalität Polizeimeldungen

Ein 31-Jähriger, der bei Ausschreitungen in Berlin-Friedrichshain einen Polizisten mit Steinen beworfen hatte, ist zu einem Jahr Gefängnis auf Bewährung verurteilt worden.

Zweieinhalb Jahre nach den Krawallen im Anschluss an die «Lange Nacht der Rigaer Straße» sprach das Amtsgericht Tiergarten den Studenten am Donnerstag unter anderem der versuchten gefährlichen Körperverletzung und des Landfriedensbruchs schuldig. Der geständige Angeklagte habe einen Polizisten getroffen, der glücklicherweise nicht verletzt worden sei.

Zu der sogenannten «Langen Nacht der Rigaer Straße» hatten im Juni 2014 verschiedene linksautonome Gruppen aus Protest gegen Gentrifizierung im Stadtviertel aufgerufen. Im Anschluss hatten laut Polizei bis zu 300 Demonstranten Holzpaletten und Müllcontainer auf der Straße angezündet. Polizisten seien mit Böllern, Steinen und Flaschen beworfen worden.

Der Angeklagte sagte, es sei «eigentlich nicht seine Art», sich derart zu verhalten. Er sei erheblich betrunken gewesen. Laut Ermittlungen hatte er aus kurzer Entfernung einen 43-jährigen Polizisten mit zwei kleinen Pflastersteinen beworfen. Der an Visier und Schulter getroffene Polizist sagte, er sei «extrem erschrocken» gewesen und träume manchmal noch davon. Auch Staatsanwältin und Verteidiger hatten auf eine Bewährungsstrafe plädiert.

Letzte Änderung: Donnerstag, 16. Februar 2017 17:45 Uhr
Quelle: dpa

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