Trainer Ahmet Caki
Trainer Ahmet Caki von Alba am Spielfeldrand. Foto: Soeren Stache/Archiv dpa

ALBA Berlin geht daheim gegen Bayern München 56:80 unter

Stichworte: Alba Berlin Sport

Das war kein Duell auf Augenhöhe. Von Beginn an sind die Berliner gegen die Bayern chancenlos. Am Samstag geht es im Halbfinale im Pokal Final Four dann erneut gegeneinander.

Berlin (dpa/bb) - Wieder einmal verließen die ALBA-Spieler mit hängenden Köpfen das Parkett. Im Prestigeduell gegen Bayern München hatte ALBA Berlin vor 12.741 Zuschauern in eigener Halle in der Basketball-Bundesliga klar mit 56:80 (29:44) verloren und ein Debakel erlebt. Beste Berliner Werfer war Elmedin Kikanovic mit 18 Punkten. Bei den Bayern traf der Ex-Berliner Nihad Djedovic mit 15 Punkten am Besten. Für die Berliner war es bereits die vierte Pflichtspielpleite in Serie und ein herber Rückschlag im Kampf um eine gute Playoff-Platzierung. ALBA kann in der Bundesliga einfach nicht gegen die großen Gegner gewinnen. Gegen die ersten Vier in der Tabelle setzte es bisher nur Niederlagen. Die Berliner starteten zunächst gut in der Defensive. Aber vorne gelang gegen die starke Bayern-Deckung kaum etwas. Erst nach über fünf Minuten gelang ALBA durch Kikanovic überhaupt der erste Korb. «Offensiv hat es bei uns heute gar nichts gepasst», stellte Nationalspieler Niels Giffey fest. Die Bayern hingegen fanden schnell ihren Rhythmus und führten so schon nach dem ersten Viertel klar mit 25:12. «So standen wir schon früh unter Druck», fand Trainer Ahmet Caki. Die Berliner starteten in der Defensive gut in die Partie, aber vorne ging kaum etwas. Erst nach gut fünf Minuten konnte Kikanovic überhaupt die ersten Punkte für die Berliner machen. Die Bayern hingegen fanden schnell ihren Rhythmus und führten somit nach dem ersten Viertel schon klar mit 25:12. Bis zur Pause hechelte ALBA dem Rückstand hinterher - ohne entscheidend näher zu kommen. «Bayern hat das Spiel kontrolliert und wir haben in unserer Offensive unsere Balance verloren», erklärte Caki. Nach dem Seitenwechsel spielte Bayern seine Stärken weiter aus und zog bis Ende des dritten Viertels bis auf 39:60 davon. Unter dem Korb waren die Gäste meist Herr der Lage und die Berliner Wurfquote blieb weiter schwach. So fand bei 15 Dreipunktversuchen kein einziger Ball den Weg ins Ziel. Im letzten Viertel brachten die Bayern dann den Vorsprung locker über die Zeit.

Zufrieden zeigte sich Bayern-Trainer Aleksandar Djordjevic: «Wir haben den Ball gut laufen lassen und Alba keine einfachen Würfe gegeben. Aber natürlich hat uns der Ausfall von Peyton Siva geholfen.» Am kommenden Samstag kann ALBA wieder Revanche nehmen. Dann stehen sich beide Teams an gleicher Stelle im ersten Halbfinale des Pokal Final Four erneut gegenüber. Die Favoritenrolle dürfte dann allerdings klar verteilt sein.

Letzte Änderung: Montag, 13. Februar 2017 09:41 Uhr
Quelle: dpa

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