Spieler und Trainer der BR Volleys
Spieler und Trainer der BR Volleys. Foto: Rainer Jensen/Archiv dpa

Schongang verboten für BR Volleys

Stichwort: Sport

Eine eigenartige Regel und die Aussicht auf einen möglicherweise leichteren Gegner geben dem vorletzten Gruppenspiel in der Volleyball-Champions-League für die BR Volleys eine besondere Note. Zwar stehen die Berliner schon vor der Heimpartie am Dienstag gegen den polnischen Spitzenclub Asseco Resovia Rzeszow sicher in der K.o.-Runde. Doch den Verantwortlichen und Spielern des deutschen Meisters reicht das nicht: Schongang verboten.

«Wir wollen als Gruppenzweiter weiterkommen», erklärte Manager Kaweh Niroomand. Seine Begründung: «Das bringt uns bei der Auslosung möglicherweise einen etwas leichteren Gegner. Außerdem steigt das Selbstwertgefühl. Und wir bekommen vom europäischen Verband eine geringfügig höhere Prämie.» Die Berliner sind als einer der besten Gruppendritten bereits für die Playoffs qualifiziert.

Derzeit führen die Berliner die Tabelle in der stark besetzten Gruppe B mit zehn Punkten und drei Siegen sogar an. Mit einem Punkt Rückstand bei ebenfalls drei Siegen folgt Cucine Lube Civitanova aus Italien. Rzeszow (4 Punkte/2 Siege) ist derzeit Dritter.

Sogar die Polen liegen weiter gut im Rennen. In der Champions League greift die spezielle Regel, dass nicht die erreichten Punkte, sondern die Anzahl der Siege zuerst über die Platzierung entscheiden. Am letzten Spieltag haben sie gegen den Gruppenletzten Dukla Liberec (4/0) die leichteste Aufgabe zu lösen. Die BR Volleys müssen zum Ausklang der Gruppenphase auswärts bei Lube Civitanova ran.

«Es ist sicher einfacher, zu Hause Rzeszow zu schlagen, als dann in Italien zu gewinnen», erklärte Niroomand. Die erste Begegnung in Rzeszow haben die Berliner knapp mit 2:3 verloren, 12:15 endete der Tiebreak. Volleys-Kapitän Robert Kromm forderte für das Rückspiel: «Wir müssen mutig und locker aufspielen und einfach alles reinhauen.»

Letzte Änderung: Montag, 13. Februar 2017 13:21 Uhr
Quelle: dpa

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