Befangenheitsanträge im Brandanschlags-Prozess abgelehnt

Im Prozess zum Brandanschlag auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft in Nauen (Havelland) sind die Befangenheitsanträge gegen einen Schöffen und die Kammer abgelehnt worden. Zur Begründung machte die Sprecherin des Potsdamer Landgerichts, Sabine Dießelhorst, am Mittwoch keine Angaben. Zuvor hatte der rbb-Sender «Antenne Brandenburg» darüber berichtet.

Zwei Verteidiger hatten Anträge gestellt, einen Schöffen wegen Befangenheit abzulehnen. Der Mann hatte die Glaubwürdigkeit des als Rädelsführer angeklagten NPD-Politikers Maik Schneider im Prozess offen in Frage gestellt. Außerdem waren Befangenheitsanträge gegen die drei Berufsrichter gestellt worden.

Angeklagt sind seit Ende November sechs Neonazis wegen eines Brandanschlags auf eine geplante Notunterkunft für Flüchtlinge und wegen weiterer Straftaten. Die Sporthalle war im August 2015 komplett niedergebrannt.

Letzte Änderung: Donnerstag, 8. Dezember 2016 10:28 Uhr
Quelle: dpa
(Bilder: dpa; BerlinOnline)