Der Schlüsselbund eines Justizangestellten
Der Schlüsselbund eines Justizangestellten. Foto: Robert Schlesinger/Archiv dpa

Externer Fachmann soll Flucht aus Gefängnis analysieren

Nach der Flucht eines Strafgefangenen aus dem Berliner Gefängnis Tegel soll jetzt ein externer Fachmann nach Sicherheitslücken suchen. Der frühere Abteilungsleiter aus dem Justizministerium von Rheinland-Pfalz, Gerhard Meiborg, werde die Abläufe in der Haftanstalt analysieren, teilte Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) am Dienstag mit. Ein solcher Vorfall solle sich nicht wiederholen. Meiborg solle seinen Bericht bis Mitte März vorlegen.

Bis dahin soll noch ein anderer Bericht fertig sein - der zu den neun Fluchten aus dem Gefängnis Plötzensee nach Weihnachten. Aus dem geschlossenen Teil der Anstalt waren vier Gefangene ausgebrochen. Sie sind inzwischen wieder hinter Schloss und Riegel. Außerdem waren fünf Männer aus dem offenen Teil des Gefängnisses entwichen. Sie verbüßten dort eine Ersatzfreiheitsstrafe. Von dieser Gruppe fehlt noch einer.

Der am Mittwoch geflüchtete 24-Jährige ist bislang nicht wieder gefasst. Nach ihm wird bundesweit gefahndet. Er war laut Justizverwaltung vermutlich auf der Unterseite eines Lastwagens aus der Anstalt entkommen.

Letzte Änderung: Dienstag, 13. Februar 2018 14:40 Uhr
Quelle: dpa

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