«Topographie des Terrors»: Ausstellung zu Volksgerichtshof

Das Berliner NS-Dokumentationszentrum «Topographie des Terrors» zeigt in einer neuen Ausstellung das Wirken des von den Nazis eingerichteten «Volksgerichtshofs». In der Schau (24. April - 21. Oktober) soll der Weg vom Tribunal zum Terrorgericht nachgezeichnet werden, wie das Zentrum am Freitag mitteilte. Das Gericht verhängte rund 16 000 Urteile wegen Vorwürfen des Hoch- und Landesverrats. Insgesamt sind 2018 sechs Ausstellungen geplant. Auf dem Areal stand von 1933 bis 1945 die Zentrale des NS-Terrorapparats. Jedes Jahr kommen mehr als eine Million Besucher.

Umgebaut wird in diesem Jahr die Schau im Ausstellungsgraben, wo noch die Reste der Folterkeller zu sehen sind. Bis Anfang Mai soll dort die Ausstellung «Berlin 1933 - Der Weg in die Diktatur» aufgebaut werden. Um die Geschichte des früheren Flughafens Tempelhof geht es in einem Erinnerungsprojekt und einer Ausstellung im einstigen Airport. In einer weiteren Schau werden ab 6. November (bis 17. März 2019) die Novemberpogrome von 1938 nachgezeichnet. Die Ausstellung, die mit dem Berliner Holocaust-Mahnmal entsteht, stellt sechs bislang kaum bekannte Bildserien in den Mittelpunkt.

Von der Gedenkstätte des früheren Vernichtungslagers Majdanek kommt eine Ausstellung über die «Aktion Reinhardt» (3. Juli - 26. August). Unter diesem Tarnnamen wurde die Ermordung der Juden sowie der Sinti und Roma in Polen und der Ukraine unter deutscher Besetzung betrieben. Mit der Schau «Der Weg in den Abgrund - Das Jahr 1938» wird ab 6. März im Foyer die Wanderausstellung der Ständigen Konferenz der Leiter der NS-Gedenkorte im Berliner Raum präsentiert.

Letzte Änderung: Freitag, 12. Januar 2018 16:40 Uhr
Quelle: dpa

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(Bilder: BerlinOnline; dpa)