BND-Abteilung Terrorismus in Berliner Neubau gezogen

Die für den Anti-Terror-Kampf zuständigen Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes (BND) sind als erste in den Neubau des Auslandsgeheimdienstes in Berlin gezogen. Die Abteilung Terrorismus und Organisierte Kriminalität arbeite nun in der neuen Zentrale an der Chausseestraße, sagte eine Sprecherin der Behörde. Zuerst hatte der rbb über den Umzug der 400 Mitarbeiter berichtet.

BND-Präsident Bruno Kahl sagte dem Sender, es sei ein großer Vorteil, näher an der Politik zu sein. «Das zweite ist, wir wollten raus aus den dunklen Mauern und dem dunklen Wald in Pullach und mehr präsent sein.» Die Behörde habe keinen Grund, sich zu verstecken - «bis auf die Operationen, die wir machen». Der BND werde in der Öffentlichkeit auch mit einem Besucherzentrum der Zentrale präsent sein. Die Umstrukturierung werde dem Dienst «sehr, sehr gut tun», so Kahl.

Die Abteilung Terrorismus war bisher in einer anderen Liegenschaft in Berlin-Mitte untergebracht. Die rund eine Milliarde Euro teure Zentrale mit ihren mehr als 5000 Räumen wird nach früheren Angaben mit speziellen Computern, Telefonen und Leitungen sowie abhörsicherer Technik für Konferenz- und Laborräume ausgerüstet.

Insgesamt sollen 4000 Geheimdienstler und andere Beamte auf dem zehn Hektar großen Gelände im Berliner Stadtzentrum arbeiten. Der Umzug solle bis Ende nächsten Jahres abgeschlossen werden, sagte die Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur.

Der ursprünglich bis 2013 geplante Umzug von Pullach bei München hatte sich wegen Pfusch am Bau und Technikproblemen immer wieder verzögert.

Letzte Änderung: Mittwoch, 15. November 2017 06:20 Uhr
Quelle: dpa

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(Bilder: BerlinOnline; dpa)