Neue Abfangbrunnen gegen braune Spree gehen 2018 in Betrieb

Vier neue Brunnen im sächsisch-brandenburgischen Grenzgebiet sollen eisenhaltiges Grundwasser abfangen und so das Problem der braunen Spree eindämmen. Die Inbetriebnahme der Anlage bei Spreewitz (Landkreis Bautzen) ist ab Dezember mit Probebetrieb geplant, 2018 folgt dann der Regelbetrieb, wie der bundeseigene Bergbausanierer Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) am Dienstag mitteilte. Die Anlage besteht aus insgesamt sechs Brunnen, davon hatte es zwei Pilotbrunnen bereits schon früher gegeben.

In den Gewässern der Region gibt es immer wieder das Problem von Eisenkonzentrationen. Sie sind auch eine Folge von früheren Braunkohlegruben. Nach der Stilllegung kehrt Grundwasser in die Tagebaue zurück und vermischt sich mit den freigelegten Eisenanteilen im Boden. So gelangt das Ganze in Flüsse und verfärbt sie stellenweise braun.

Das Wasser soll den Angaben zufolge durch Rohrleitungen über mehrere Kilometer zum Standort Schwarze Pumpe an der Landesgrenze gelangen und dort in einer Grubenwasserbehandlungsanlage in Verantwortung des Tagebaubetreibers Leag gereinigt werden.

Das eisenhaltige Grundwasser kommt unter anderem aus dem Umfeld des ehemaligen Tagebaus Burghammer, der zu DDR-Zeiten bereits stillgelegt wurde. Es fließt der Kleinen Spree zu - einem Nebenarm der Spree in Sachsen.

Letzte Änderung: Dienstag, 14. November 2017 15:40 Uhr
Quelle: dpa

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(Bilder: BerlinOnline; dpa)