Pfefferspray in Schule: Schüler erleiden Atemwegsreizungen

In einer Schule wird mit Reizgas hantiert. Die Folgen sind gravierend. Drei Schüler im Alter von 13 und 14 Jahren sollen verantwortlich sein.

Berlin (dpa/bb) - In einer Berliner Schule ist am Dienstag Pfefferspray versprüht worden. 19 Schüler wurden vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht. Insgesamt hatten mehr als 20 Menschen über Atemwegsreizungen geklagt, wie die Feuerwehr mitteilte. Nach Angaben der Polizei sollen drei Schüler im Alter von 13 und 14 Jahren das Reizgas versprüht haben. Die Jungen wurden vernommen. Gegen den Älteren gebe es ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung, so die Polizei.

Die Feuerwehr war am Morgen wegen einer unbekannten Substanz zu der Schule in der Kranzer Straße im Stadtteil Schmargendorf gerufen worden. Laut Polizei waren Schüler auf einen säureähnlichen Geruch aufmerksam geworden und hatten über Augen- und Atemwegsreizungen geklagt. Der Geruch breitete sich im Großteil des Gebäudes aus. Vorsorglich wurde es evakuiert. Etwa 70 Kräfte waren laut Feuerwehr im Einsatz. Laut den Experten soll es sich um Reizgas gehandelt haben.

Nach Angaben der Feuerwehr könnte der Verursacher des Einsatzes zur Kasse gebeten werden. Wenn ein Täter ermittelt werden könne, werde in der Regel geprüft, ob er haften müsse, sagte der Sprecher. In Rechnung gestellt würden dann die Zahl der Fahrzeuge und die Dauer des Einsatzes.

Letzte Änderung: Dienstag, 17. Oktober 2017 19:30 Uhr
Quelle: dpa

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(Bilder: BerlinOnline; dpa)