Tegel-Weiterbetrieb rechtlich und wirtschaftlich schwer

Eine mögliche Offenhaltung des Berliner Flughafens Tegel könnte mit verfassungsrechtlichen Problemen und negativen wirtschaftlichen Folgen verbunden sein. Zu diesem Schluss kommen zwei neue externe Gutachten im Auftrag der Finanzverwaltung, die Senator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) am Mittwoch in Berlin vorstellte. Demnach wäre ein gesetzmäßiger Weiterbetrieb des Flughafens nach 2019 nur möglich, wenn die Kapazität der Start- und Landebahnen des Hauptstadtflughafens BER nicht ausreichte.

Die Bahnen könnten jedoch - entgegen eines früheren Gutachtens - bis zu 90 Starts und Landungen pro Stunde bewältigen und damit auch die zukünftig erwarteten Passagierzahlen verkraften. Die Offenhaltung könnte darüber hinaus mit den nötigen Schallschutzanpassungen zu einem wirtschaftliche Risiko für den Steuerzahler werden, warnten Wissenschaftler der TU Berlin und einer belgischen Universität. Das rechtliche Gutachten stammte von Jürgen Kipp, der früher als Richter am Oberverwaltungsgericht unter anderem für den Flughafen BER zuständig war.

Letzte Änderung: Mittwoch, 13. September 2017 14:50 Uhr
Quelle: dpa

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(Bilder: BerlinOnline; dpa)