Geldscheine und -münzen in einer Kasse
Bargeld in einer Kasse. Foto: Daniel Reinhardt/Archiv dpa

Tarifverhandlungen für Brandenburger Einzelhandel vertagt

Eine Einigung im Tarifkonflikt des Brandenburger Einzelhandels scheint zum Greifen nahe. Doch ein Abschluss wurde noch nicht erzielt.

Bernau (dpa/bb) - Die Tarifverhandlungen für den Brandenburger Einzelhandel sind am Mittwoch in Bernau bei Berlin erneut vertagt worden. Es werde noch etwas Zeit benötigt, um die Details in den Gremien zu klären, teilte die Gewerkschaft Verdi mit. Die Gespräche würden nun am 13. September fortgesetzt.

Nach der Einigung für die 147 000 Beschäftigten in Berlin am Montag war nun auch ein Abschluss für die 83 000 Beschäftigten in Brandenburg nicht ausgeschlossen worden. Die Vertagung bedeute nicht, dass man im Streit auseinandergegangen sei, hieß es. Beide Seiten hatten zuvor betonte, die Gespräche verliefen sehr konstruktiv.

In Brandenburg will Verdi durchsetzen, dass Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld auf das Berliner Niveau angehoben werden. Dies hatten die Arbeitgeber bis zuletzt abgelehnt.

Bei der Entgeltfrage sei man im Kern zwar einig, allerdings gehe es immer um ein Paket, sagte der Hauptgeschäftsführer des Einzelhandelsverbands, Nils Busch-Petersen. Verdi-Verhandlungsführerin Erika Ritter hatte schon zuvor betont, bei der Tarifhöhe könne man sich dem Berliner Ergebnis anschließen. Die Angleichung bei den Sonderzahlungen müsse jetzt aber kommen, nachdem sie bei früheren Verhandlungen vertagt worden sei.

Am Montag hatten sich die Tarifparteien für Berlin auf zwei Lohnerhöhungen geeinigt. 2,3 Prozent zum 1. September sowie 2,0 Prozent zum 1. Juli 2018. Der neue Tarifvertrag läuft bis 30. Juni 2019. Während der seit Juni laufenden Gespräche hatte Verdi mehrfach in Berlin und Brandenburg Warnstreiks organisiert.

Letzte Änderung: Mittwoch, 23. August 2017 17:50 Uhr
Quelle: dpa

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