Berlin-Hohenschönhausen
Außenmauer der Stasigefängnis-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Foto: Maurizio Gambarini/Archiv dpa

Graf zu Jahrestag des Mauerbaus: Freiheit verteidigen

Florian Graf hat zum Jahrestag des Baustarts der Berliner Mauer angemahnt, die Freiheit jeden Tag aufs Neue zu verteidigen. Mit dem Mauerbau habe das DDR-Unrechtsregime seine Menschenverachtung und seinen Willen zementiert, den eigenen Bürgern die Freiheit zu rauben, sagte Graf, der CDU-Fraktionsvorsitzender im Berliner Abgeordnetenhaus ist, am Samstag. Am Sonntag wird an verschiedenen Stellen in Berlin und Brandenburg der Opfer des Mauerbaus gedacht, der am 13. August 1961 begann.

Die Überwindung der Teilung Deutschlands 28 Jahre später sei «der Beginn eines bis heute friedlichen und geeinten Europas», das den mutigen Menschen in der DDR zu verdanken sei, sagte Graf. «Keine Mauer dieser Welt kann den Freiheitswillen von Menschen unterdrücken.» Heute gelte es wieder, die Freiheit an den östlichen Grenzen Europas zu verteidigen.

Der Direktor der Stasi-Opfer-Gedenkstätte Hohenschönhausen, Hubertus Knabe, plädierte dafür, die kommunistische DDR-Diktatur weiter aufzuarbeiten und das Gedenken an den Mauerbau aufzuwerten. Hier müssten neue, moderne Formen der Erinnerung gefunden werden, sagte Knabe der in Oldenburg erscheinenden «Nordwest-Zeitung» (Samstag).

Der AfD-Fraktionschef im Abgeordnetenhaus, Georg Pazderski, forderte, das ehemalige Polizeigefängnis an der Keibelstraße zu einem internationalen Gedenkort an die DDR-Diktatur auszubauen und die Planungshoheit dabei in die Hände des Abgeordnetenhauses zu legen. Dazu werde seine Partei ein Gestaltungskonzept ins Parlament einbringen.

Letzte Änderung: Samstag, 12. August 2017 14:40 Uhr
Quelle: dpa

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(Bilder: BerlinOnline; dpa)