Fall Anis Amri
Fahndungsfotos des Attentäters Anis Amri hängen auf einer Wache. Foto: Arne Dedert/Archiv dpa

Nach Anschlag Sonderbeauftragter für Aufklärung eingesetzt

In Berlin soll nach dem Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt mit zwölf Toten ein Sonderbeauftragter eingesetzt werden, der die Arbeit der Sicherheitsbehörden analysiert. Er werde dem Senat dafür einen externen, unabhängigen Experten vorschlagen, sagte Innensenator Andreas Geisel (SPD) am Montag im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses. Er erhoffe sich Erkenntnisse, wie die Arbeit der Sicherheitsbehörden verbessert werden kann. «Es gibt nichts zu verheimlichen.» Daneben werde derzeit eine «Innensicht» der Sicherheitsbehörden als weiterer Baustein zur Aufklärung erarbeitet.

Der Tunesier Anis Amri hatte am 19. Dezember einen Lastwagen auf den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche gesteuert. Er wurde auf der Flucht von italienischen Polizisten erschossen.

Nach neuesten Erkenntnissen wurden bei dem Anschlag 67 Menschen verletzt. Dies gab Polizeivize-Präsidentin Margarete Koppers im Ausschuss bekannt. Sie bezog sich auf Erkenntnisse des Bundeskriminalamtes. Es seien nun auch Menschen erfasst worden, die zunächst nicht im Krankenhaus waren und sich privat behandeln ließen.

Indes hat die türkische Polizei drei Verdächtige am Istanbuler Flughafen Atatürk festgenommen, die in Verbindung zum Attentäter Amri gestanden haben sollen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Die Drei seien deutsche Staatsbürger mit libanesischen Wurzeln, hieß es.

Letzte Änderung: Montag, 20. März 2017 15:00 Uhr
Quelle: dpa

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(Bilder: BerlinOnline; dpa)