Hagen Stamm
Der Interims-Bundestrainer der deutschen Wasserballer, Hagen Stamm. Foto: Jens Wolf/Archiv dpa

Stamm optimistisch für Wasserball-Zukunft

Nach dem 9:15 gegen den Olympiasieger Serbien lobt Interims-Bundestrainer Hagen Stamm die Leistung der verjüngten deutschen Wasserball-Nationalmannschaft. «Mit sechs Toren gegen Serbien zu verlieren ist fast schon ein Erfolg, wenn man überlegt, dass wir gerade erstmal neu anfangen», sagte Stamm. Er coachte beim Weltliga-Heimspiel am Dienstagabend in Berlin zum zweiten und vorerst letzten Mal am Beckenrand. Für den Weg zurück in die Weltklasse sei auch Geduld gefragt: «Ich kann weder zaubern, noch gelingt es mir, innerhalb drei Trainingseinheiten aus ein paar Entenküken ein paar Seeadler zu machen.»

Nach der verpassten Qualifikation für Olympia und die WM 2017 sieht der Vereinspräsident des Serienmeisters Wasserfreunde Spandau 04 Chancen, bei den nächsten Olympischen Spielen dabei zu sein. «Wir müssen langsam weiter machen und eine gute Trainer-Auswahl treffen und dann bin ich guten Mutes, dass wir sowohl Tokio als auch 2024 angreifen können», sagte Stamm. Ein neuer Bundestrainer soll zum Jahreswechsel gefunden sein. Stamm selbst sieht sich weiter als «Lückenbüßer für zwei Spiele» und hat nach eigener Aussage über ein weiteres Engagement noch nicht nachdacht: «Ich muss es mal sacken lassen, das ist momentan kein Thema.»

Der neue Fachspartenvorsitzende Rainer Hoppe will seinen einstigen Mitspieler bei Olympia-Bronze 1984 weiter in den Neuaufbau einbinden. «Ich hoffe, dass Hagen weiter zur Verfügung steht, auch für andere Aufgaben», sagte er. Die Wasserballer kämpfen im Zuge der Spitzensportreform um ihre künftige Finanzierung. In Gesprächen mit dem Deutschen Schwimm-Verband und seiner neuen Präsidentin Gabi Dörries geht es um ein neues Konzept.

Letzte Änderung: Mittwoch, 7. Dezember 2016 13:20 Uhr
Quelle: dpa

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