Polizeieinsatz in der Rigaer Straße
Polizisten am 13.01.2016 in Berlin vor einem Haus in der Rigaer Straße. Foto: Tomas Moll dpa

Brände nach Polizeieinsatz in Rigaer Straße

Seit Wochen sorgt ein Großeinsatz der Polizei in der Rigaer Straße in Friedrichshain für Diskussionen. Nun sind erneut Dutzende Beamte angerückt. Der Hintergrund soll ein anderer sein.

Berlin (dpa/bb) - Nach einem erneuten Polizeieinsatz in der Rigaer Straße sind in der Nacht zu Samstag drei Autos und drei Müllcontainer angezündet worden. Zwei der Autos seien erheblich beschädigt worden, sagte ein Polizeisprecher am Samstag. Die brennenden Wagen waren innerhalb von etwa zehn Minuten gegen Mitternacht in drei verschiedenen Straßen festgestellt worden. Die Mülltonnen brannten rund zweieinhalb Stunden später an der Wand eines nicht bewohnten Hauses in der Rigaer Straße in Friedrichshain. Die Wand wurde dabei leicht beschädigt.

Dutzende Polizisten hatten am Freitagabend acht «Szenelokale» kontrolliert - unter anderem in der Rigaer Straße, aber auch am RAW-Gelände. Dabei wurden nach Angaben der Polizei diverse Verletzungen gewerbe- und jugendschutzrechtlicher Vorschriften festgestellt. Es habe sich um ein Ermittlungsersuchen des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg wegen Verdachts auf gewerberechtliche Verstöße gehandelt. Dem widersprach Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann (Grüne) am Abend bei Twitter: «Polizei behauptet, wir hätten Ersuchen gestellt. Ich nicht!»

In der Gegend um die Rigaer Straße mit ihrer Hausbesetzerszene hatte im Januar ein Großeinsatz der Polizei für viel Kritik gesorgt.

Letzte Änderung: Samstag, 5. März 2016 11:50 Uhr
Quelle: dpa

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(Bilder: dpa)