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Radfahren mal anders: Downhill

Downhill, zu Deutsch (Berg-)Abfahrt, ist eine Variante des Radsports mit besonderem Nervenkitzel.

Ziel ist es, eine abgesperrte Strecke schnellstmöglich zu fahren. Oft werden Geschwindigkeiten von bis zu 80 km/h erreicht. Die Strecken sind gespickt mit natürlichen Hindernissen.
Spannend sind das Spiel mit dem Gelände und die entsprechende Reaktion des Downhill- Fahrers darauf. Bodenwellen, lose Steine, Wurzeln, sowie fester und loser Untergrund sind kein Hindernis, sondern machen erst das Vergnügen aus.

Downhill ist nicht ungefährlich. Der Fahrer sollte volle Kontrolle über sein Fahrrad haben, und Schutzkleidung ist empfehlenswert. Riskant sind Selbstüberschätzung oder unvorhergesehene Dinge auf der Strecke.

Downhill ist auch Sport: Gute körperliche Fitness ist unbedingt vonnöten. Es wirken physikalische Belastungen in Form von Stößen, man braucht Durchhaltevermögen, da eine Abfahrt keine Sekundensache ist, außerdem Koordination, Feinmotorik und Reaktionsvermögen wegen der hohen Geschwindigkeiten.

Downhill wird auch als Wettkampfsport ausgeübt: In Deutschland wird jedes Jahr die Rennserie iXS German Downhill Cup als bedeutendster Downhill- Wettkampf ausgetragen.
Zu den besten internationalen Downhill- Mountainbikern zählt Samuel Hill.

Die Ausrüstung:

Die komplette Schutzausrüstung besteht aus Integralhelm, Oberkörperpanzer, verstärkten Handschuhen, Handgelenk-, Ellbogen- und Knie-Schienbeinschonern.

Das Fahrrad:

Wichtig sind Stabilität und geringes Gewicht, Federung (Stoßdämpfer sowohl vorn als auch hinten), sowie die Bremsen (am besten vollhydraulische Scheibenbremsen).
Günstig sind in der Geometrie einstellbare Rahmen (meist aus Aluminium) und großvolumige und stabile Reifen. Die Schaltung sollte am besten an der Hinterachse sein, mit wenigen Gängen; es eignet sich ein Getriebe- Fahrrad.

Strecken in und um Berlin:

Müggelberge: an der alten Rodelbahn am höchsten Punkt. Am Samstag ist das Fahren hier offiziell genehmigt, denn die Strecke wird mit Absprache des Forstamtes Köpenick vom Downhill- Verein betrieben.

Grunewald: am Teufelsberg, Start ist an der alten Radarstation. Die Strecke führt unter der Holzbrücke durch, wo man am Wochenende auch die Downhill- FahrerInnen trifft.

(Bilder: Rainer Sturm / www.pixelio.de ; Albrecht-E.-Arnold/ www.pixelio.de ; ALBA BERLIN; Dove/Edelman; ayla87/ www.sxc.hu )