Erinnerungsstücke wie Fotos oder Musik helfen Alzheimer-Patienten dabei, ein Gefühl von Sicherheit und somit ihre Identitä zu bewahren.
Je länger ein Mensch an Alzheimer leidet, desto mehr kommt von seiner Persönlichkeit abhanden. Diesem Identitätsverlust kann es aber entgegenwirken, indem man Erinnerungen an die eigene Vergangenheit aufrecht erhält, wie Martin Haupt von der Deutschen Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie (DGGPP) in Wiehl erläutert. Als sogenannte Erinnerungsanker könnten alte Fotoalben dienen, die Angehörige mit dem Kranken gemeinsam anschauen. Auch alte Musikstücke oder Bücher seien hilfreich.
Die Erinnerung könne dem Betroffenen ein Erfolgserlebnis verschaffen und ihm ein Gefühl von Sicherheit und Kompetenz vermitteln, das er im Alltag oft nicht mehr hat, sagt Haupt. Diese positiven Eindrücke helfen, das Wohlbefinden des Patienten zu steigern.
Neben dem Verlust des Gedächtnisses und des Denkvermögens kommt es bei einer Demenz auch zu Problemen mit der Sprache, der Orientierungsfähigkeit und des Urteilsvermögens. Die Persönlichkeit verändert sich stark, Betroffene erkennen im späten Stadium selbst engste Angehörige nicht mehr. Etwa zwei Drittel aller Demenzfälle beruhen der DGGPP zufolge auf einer neurodegenerativen Erkrankung des Gehirns, die Alzheimer genannt wird. Nach aktuellen Angaben der Deutschen Alzheimer Gesellschaft leben in Deutschland derzeit mehr als 1,4 Millionen Demenzkranke.
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