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Stavanger: Öl, Kunst und norwegische Gemütlichkeit

Die "Hauptstadt des Öls" punktet mit viel skandinavischem Charme.

Stavanger
Straßenszene in Stavanger © S. Sigbjørnsen/ SrN/RS/SVG2008
Stavanger ist die viertgrößte Stadt Norwegens und liegt an der Westküste des Landes. In den 1970er Jahren fand man vor der Küste ein riesiges Erdölfeld in der Nordsee und aus der Fischereistadt wurde das Zentrum der norwegischen Öl- und Gaswirtschaft. 2008 war Stavanger zusammen mit dem englischen Liverpool "Europäische Kulturhauptstadt".

Ein Museum für das Öl

Rund um die Hafenbucht haben sich das norwegische Öl-Direktorium, der staatseigene Ölkonzern StatoilHydro und die Globalplayer der internationalen Energiewirtschaft niedergelassen. Am Ufer stehen malerisch die restaurierten Bootshäuser, dahinter erhebt sich als gewaltige Kulisse eine arbeitende Ölplattform.

Futuristisch und sehr passend erzählt Stavanger die Geschichte der Entdeckung des Nordseeöls im "Norsk Oljemuseum".
Stavanger
Ölmuseum in Stavanger
Das Gebäude in Form einer hypermodernen Ölplattform ist allein schon einen Besuch wert. Teil der Ausstellung ist die erlebnisreiche "Besichtigung" einer Bohrinsel. Ein Tunnel mit akustischer Kulisse simuliert den Hubschrauberflug, anschließend geht es durch Wohnbereiche, Kontrollräume zu einem Bohrgestänge.

Altstadt mit weißen Holzhäusern
Gegründet wurde Stavanger im Jahr 1125, als mit dem Bau der Domkirche begonnen wurde, die bis heute unverändert am Ofer des kleinen Stadtsees Breiavatnet steht. Weil die Stadt im Lauf der Geschichte mehrmals nieder brannte, ist die historische Altstadt "nur" rund 300 Jahre alt.
Stavanger
"Gamle Stavanger" liegt auf einer Halbinsel und besteht aus rund 170 weißen Holzhäusern, die ältesten wurden um 1700 gebaut. Das Viertel ist heute ein Anziehungspunkt für Touristen mit kleinen Läden, Galerien, Restaurants und Cafés.

Land: Norwegen
Einwohner: 170.000 in der Region
Sprache: Norwegisch
Währung: Norwegische Kronen
Zeit: MEZ
Flugzeit ab Berlin: ca. 1,4 Stunden
Stavanger
Das "Hermetikkmuseet", das einzige Konservenmuseum der Welt, erzählt mit liebevoll präsentiertem Dosenreichtum aus der Zeit, als Stavanger mit seinen 50 Dosenfabriken der weltweit größte Standort der Konservenindustrie war.

Das Stavanger "Sjøfartsmuseum" präsentiert eine Kaufmannswohnung und einen Kolonialwarenladen sowie allerlei Krimskrams rund um die Seefahrt.

Ein spektakulärer Felsen
Stavanger
Ausblick vom Preikestolen
Von Stavanger aus geht es mit dem Schiff in den schmalen Lysefjord, wo der berühmte, 600 Meter senkrecht abfallende Felsen "Preikestolen" (Priesterstuhl) liegt.
Nördlich der Stadt ist das gut erhaltene Kloster Utstein aus dem Jahr 1200 zu besichtigen. Einen eindrucksvollen Ausblick hat man vom Leuchtturm von Tungenes, wo die Spitze von Jæren auf das Meer trifft.

Stavanger
Der Jernaldergarden ist eine Hofanlage, die aus der früheren Eisenzeit stammt.

Den Wikingern auf der Spur

Neun Meter tief unter die Erde geht es in der Höhle Svartehola, die einst von Menschen bewohnt wurde. Im "Eisenzeithof" kann man in einer rekonstruierten Hofanlage aus der frühen Eisenzeit (ca. 350-550 n.Chr) den alten Wikingern nachspüren.

Stavanger im Internet:

Copyright: Antje Kraschinski/BerlinOnline

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(Bilder: picture alliance / dpa; dpa)

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