Krakau: 700 Jahre Melancholie
Krakau ist schon lange nicht mehr Hauptstadt, aber die Stadt bleibt das schöne Herz der polnischen Nation.
St. Peter und Paul-Kirche mit den Figuren der zwölf Apostel.
© Artur Żyrkowski/Marketing der Stadt Krakau
Unbestritten gehört Polens einstige Hauptstadt Krakau zu den schönsten Städten Europas. Von allen Kriegen weitgehend verschont hat sich die historische Altstadt von Krakau in den letzten 700 Jahren baulich kaum verändert. Das architektonische Gesamtkunstwerk und die vielen historischen Sehenswürdigkeiten locken pro Jahr mehr als acht Millionen Besucher in die südpolnische Stadt.
Hauptmarkt
© Artur Żyrkowski/Marketing der Stadt Krakau
Marktplatz im Zentrum
Zentrum und magischer Anziehungspunkt ist der 200 mal 200 Meter große Platz "Rynek Glowny", der nach dem Markusplatz in Venedig der zweitgrößte mittelalterliche Marktplatz überhaupt ist. Rundherum vereinen sich die Romanik-, Gotik-, Renaissance- und Barock-Fassaden zu einem architektonischen Gesamtkunstwerk, das seit 1978 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.
Ehemalige Residenzstadt polnischer Könige
In zahllosen kleinen Läden und Geschäften der Altstadt wird vom Luxusartikel bis zum traditionellen Handwerk alles angeboten, was das Touristenherz begehrt. Mit geschmückten Nostalgie-Kutschen kann man sich bequem auf Sightseeing-Tour begeben, bei heruntergelassenem Verdeck lässt sich das beinahe südländische Flair genießen
Schloss auf dem Wawel
© Artur Żyrkowski/Marketing der Stadt Krakau
Auf einem Hügel am Ufer der Weichsel thront das mächtige Wawel Schloss, in dem früher die polnischen Könige residierten. Die prachtvolle und über die Jahrhunderte ständig erweiterte Gebäudeanlage ist nahezu vollständig restauriert und kann täglich besuchtigt werden. Für die zahlreichen Besucher aus aller Welt werden in allen Sprachen Führungen durch die edel ausgestatteten Räume und Säle angeboten.
Land: Polen
Einwohner: ca. 800.000
Sprache: Polnisch
Währung: Polnische Zloty
Zeit: Osteuropäische Zeit=MEZ + 1h
Flugzeit ab Berlin: ca. 1,1 Stunden
Marienplatz
© Artur Żyrkowski/Marketing der Stadt Krakau
Bummeln in der Altstadt
Das historische Krakau ist seit Jahren eine autofreie Fußgängerzone und bei einem Bummel durch die Gassen und Sträßchen gibt es an den Hauseingängen, Fassaden und Giebeln viele Details zu entdecken. Überall laden Cafés, Restaurants und die typischen Kellerkneipen zum Verweilen ein. Das Essen ist meist köstlich-deftig, kalorienreich und vergleichsweise preiswert.
Kazimierz: Neues Leben im einstigen Schtetl
Ein paar Straßen weiter, im ehemals jüdischen Stadtteil Kazimierz, herrscht tagsüber eine beinahe gespenstische Ruhe. Seine früheren Bewohner wurden von den Nazis ermordet, viele von ihnen starben in den Gaskammern des 60 Kilometer entfernten KZs Auschwitz-Birkenau. Wer den Holocaust überlebte, verdankte dies oftmals dem Fabrikanten Oskar Schindler, dessen Fabrik noch erhalten ist.
Szeroka-Straße
© Artur Żyrkowski/Marketing der Stadt Krakau
Nach jahrzehntelangem Verfall regt sich heute neues Leben in dem einstigen Schtetl. Die Synagogen sind renoviert und stehen Besuchern offen, an der Uliza Szeroka locken „Jewish Style“- Restaurants mit Klezmer Musik und rund um den Plac Nowy hat sich die junge Szene Krakaus nieder gelassen. Neben vielen kleinen Hotels, einige modern durchgestylt, andere gemütlich-nostalgisch, gibt es hier die coolsten Bars und angesagtesten Clubs.
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Krakau
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Krakau Wawel-Burg
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