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Tiefschnee
Abwärts durch den Tiefschnee: Auch für Tourenskifahrer gibt es Möglichkeiten im Alpbachtal. © dpa

Tirol: Schönes Abseits im Alpbachtal

Das Tiroler Alpbachtal will sich vom Rummel in anderen Skiregionen absetzen. Anfänger sind hier willkommen.

Mit 53 Pistenkilometern ist das Alpbachtal ganz anders als das unweit gelegene Zillertal , das mit fast 700 Pistenkilometern, der steilsten Piste Österreichs und dem Ganzjahres-Skigebiet am Gletscher in Hintertux in Tirol  allerlei Rekorde bietet.

Eine ruhige Nische im Inntal

Österreich: Alpbachtal Hinauf zur Piste im Tiroler Alpbachtal. © dpa

Um solche Superlative geht es den Touristikern im Alpbachtal nicht. Sie wollen gemütlich sein, ein Skigebiet, das Nischen bedient - für die älteren Anfänger zum Beispiel und vor allem für Familien. Das Konzept geht auf: Die älteren Anfänger kommen seit fast zehn Jahren gern ins Inntal, und auch für viele Familien aus Deutschland, Belgien, England, Schweden und den Niederlanden ist das Gebiet schon lange ein beliebtes Ziel.

Aber auch ein guter Skifahrer langweilen sich nicht. Es gibt schwarze Abfahrten und es ist Platz da - Platz für alle. «Das ist der Unterschied zu den großen Skigebieten, bei denen die Leute die Berge raufgepumpt werden, und es dann Stau gibt. Denn die Pisten werden nicht breiter, nur weil man mehr Lifte hat", sagt Leo Meixner vom Tourismusverband.

Das schönste Dorf Österreichs

Österreich: Alpbachtal Tiroler Alpbachtal © dpa

Wer sich die Skier oder das Snowboard mal einen Tag lang nicht anschnallen will, findet in den zehn Orten der Region genügend Zerstreuung. Zum Beispiel in Kramsach: Auf 520 Metern Seehöhe, am Fuße des Rofangebirges, gibt es zum Beispiel Wanderstrecken und das Museum «Tiroler Bauernhöfe».

Alpbach wird wegen seines einheitlichen Holzbaustils auch das «schönste Dorf Österreichs» genannt, Rattenberg die kleinste Stadt des Landes. Ein Schloss und Museen gibt es zu entdecken, dazu Handwerker, die ihre Kunst in Schaustuben erklären.

Alternativen zu den Skiern

Österreich: Alpbachtal Zwischen Innsbruck und Kufstein: Das Alpbachtal © dpa

Auch wer es lieber aktiv mag, hat Alternativen zu den Skiern und Snowboards: Schneeschuhwandern, Kutschfahrten, Rodeln, Bogenschießen, Eislaufen, Langlaufen, Hüttenabende und nächtliche Fackelwanderungen lassen die Tage häufig schnell vergehen - und zwar auch ohne Skipass.

Spezial-Skikurs 45+

Die Anfänger haben in Kramsach eine Abfahrt ganz für sich allein - und zwar mit voller Absicht. Das Konzept bei dem Spezialangebot «45+»: Die Skianfänger älteren Semesters bleiben unter sich, lassen es langsam angehen - und wagen sich, wenn die Pflugbögen sitzen, in das nahegelegene größere Skigebiet in Reith, das zwischen dem Zillertal  und der Wildschönau liegt. Beim Verleiher am Ort bekommen sie Skier und Schuhe, Skihose, Anorak und Handschuhe.

Quelle: dpa
(Bilder: picture alliance / dpa; TMB-Fotoarchiv/Hoffmann; Tourismus Salzburg)