Die Abenteuer des Piraten Störtebeker begeistern die Zuschauer seit Jahrzehnten- Fortsetzung garantiert.
Die Störtebeker-Festspiele sind das bundesweit größte Open-Air-Theaterfestival. Zwischen Juni und September reist die wachsende Fangemeinde mit Picknickkörben und Decken in das beschauliche Dörfchen Ralswiek am Großen Jasmunder Bodden auf der Ostseeinsel Rügen. Auf den Ralswieker Rasenflächen stimmt man sich bei Bratwurst und Kartoffelsalat auf das familientaugliche Theaterspektakel um den Piraten Klaus Störtebeker ein.
5,5 Millionen Euro teure Produktion
5,5 Millionen Euro kostete die Produktion im Jahr 2010. In der aufwändigen Inszenierung machte sich der legendäre Klaus Störtebeker, gespielt von Sascha Gluth, mit seinen Mannen auf den Weg nach Andalusien, um den Templerschatz zu suchen. Auf der 80 Meter breiten Bühne bildeten ein nachgebauter Maurenpalast Alhambra und weiß gekalkte andalusische Häuser die farbenprächtige Kulisse. Dank der vielen Darsteller, insgesamt über 150, gelangen auf der weitläufigen Bühne quirlige Massenszenen, in den Gewürz- und Teppichhändler und Obstverkäufer ihre Waren anpreisen sowie Kamele durch den Sand liefen.
Fortsetzung ab Juni 2011
Die Geschichte ist zwar historisch nicht belegt, liefert aber ein actionreiches Piratenmärchen mit filmreifen Effekten, gewagten Stunts und pyrotechnischen Knallern. Das Stück ist der zweite Teil einer Trilogie, die Premiere des dritten Teils, "Der Schatz der Templer", soll am 18. Juni 2011 sein.
Die Bilanz konnte sich trotz des regnerischen Sommers sehen lassen: Die Festspiele erreichten mit 381.000 Zuschauern ihr bislang zweitbestes Ergebnis. Nur 2009 wurden mit 395.000 Zuschauern mehr Gäste gezählt.
Seit ihrer Gründung im Jahr 1993 schreiben die Störtebeker Festspiele Erfolgsgeschichte. Veranstalter ist ein privates Familienunternehmen, das seit Beginn von Peter Hick als Intendant geleitet wird. Seine Frau Ruth Hick ist Geschäftsführerin des Unternehmens. Die Festspiele erhalten keine staatlichen Zuschüsse, sondern finanzieren sich mit Sponsorengeldern und den Einnahmen aus dem Kartenverkauf.
Vorläufer der Störtebeker Festspiele waren die Rügenfestspiele, die 1959 im Zuge eines Kulturauftrages der DDR ins Leben gerufen wurden. Nach nur fünfmonatiger Bauzeit wurde im Frühjahr 1959 zwischen dem Schloss Ralswiek und dem Boddenufer die Naturbühne Ralswiek angelegt. Zu den erfolgreichsten Aufführungen gehörten schon damals die Geschichten um Klaus Störtebeker, insgesamt viermal wurden sie als großes Spektakel mit über 1000 Darstellern auf die Bühne gebracht.
Jedes Jahr endet das Spektakel mit einem Feuerwerk über dem Großen Jasmunder Bodden. «Das heutige Publikum, vom Fernsehen und Kino verwöhnt, muss bei uns eine ansprechende Leistung finden», beschreibt Intendant Peter Hick den Anspruch der Störtebeker-Festspiele. Bis zum nächsten Jahr sollen weitere 300.000 Euro investiert werden. Zuschauer können sich auf mehr Komfort freuen: geplant ist, die Bestuhlung der 8800 Plätze komplett zu erneuern.
Der Schatz der Templer
18. Juni - 03. September 2011
Montags - Samstag um 20 Uhr
Tickets buchbar unter: http://stoertebeker.de
Anreise mit dem Auto:
Von Berlin auf die A10 Richtung Frankfurt O./Prenzlau. Von dort weiter auf die A11 Richtung Stettin/Prenzlau/Bernau-Süd. Bei Ausfahrt Kreuz Uckermark weiter auf die A20 Richtung Stralsund/Prenzlau. Hier dann die Ausfahrt nach Stralsund nehmen und weiter auf die B96 Richtung Sassnitz. Von dort weiter auf die L29 bis nach Rügen.
Anreise mit der Bahn:
Mit dem Intercity von Berlin direkt nach Rügen. Oder mit der Regionalbahn bis Stralsund, dort umsteigen und weiter bis nach Rügen.
Mit dem Flugzeug:
Nächstgelegener Flughafen ist Güttin auf Rügen in ca. 20 Kilometer Entfernung. Der Flughafen Rostock ist ungefähr 100 Kilometer entfernt.
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Ostseeinsel Rügen