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Malchow Insel
An schönen Sommertagen beim Picknick den Blick auf das Wasser genießen. Die Hektik des Alltages vergisst man dabei sehr schnell. © Tourismusverband Mecklenburgische Seenplatte e.V.

Malchow

Die Inselstadt Malchow trägt aufgrund ihrer idyllischen Lage den Beinamen "Perle der Mecklenburgischen Seenplatte".

Die malerische Kleinstadt Malchow liegt am südwestlichen Ufer des Fleesensees und am Nordufer des Malchower Sees. Malchow befindet sich etwa 85 Kilometer südlich von Rostock im westlichen Teil der Mecklenburgischen Seenplatte. Die Stadt besteht aus drei Teilen: der Altstadt auf der Insel, Kloster Malchow am Ostufer des Sees und der Neustadt am Westufer.

Malchow Die historische Altstadt von Malchow am Fleesensee © Allie Caulfield / Creative Commons 

Eine historische Drehbrücke als Touristenattraktion

Die historische Altstadt, die nach der Wende umfassend saniert wurde, liegt auf einer Insel im Malchower See und ist durch einen aufgeschütteten Damm und eine historische Drehbrücke mit dem Festland verbunden. Die Drehbrücke ist ein technisches Denkmal und versammelt zur stündlichen Drehung viele Schaulustige. Besuchern seien ein Schaufensterbummel über die Güstrower Straße und ein Besuch des Fachwerk-Rathauses im klassizistischen Stil am Marktplatz empfohlen.

Malchow Schon von weither ist der Kirchturm der Klosterkirche zu sehen. © Kerstin Schalow / www.pixelio.de 

Ein Kloster mit Orgelmuseum

Das Kloster Malchow ist am östlichen Ufer des Malchower Sees gelegen, den Kirchturm der Klosterkirche sieht man schon von weither. Diese wurde im 19. Jahrhundert von Friedrich Wilhelm Buttel, einem Schüler Schinkels errichtet und nach einem Brand im neugotischen Stil wiederaufgebaut. Sehenswert sind die in Norddeutschland einzigartigen Tiroler Apostelfenster. Nachdem die Klosteranlage im 13. Jahrhundert Standort des Nonnenklosters Röbel/Müritz wurde, wandelte man die Anlage von einem Büßerinnenkloster in ein Zisterzienserinnenkloster um. Im 16. Jahrhundert war das Kloster dann zeitweilig ein Damenstift für junge Adlige.

Heute beherbergt das Kloster das Mecklenburgische Orgelmuseum und ist Austragungsort für kulturelle Veranstaltungen. So gibt es regelmäßig Konzerte in der Klosterkirche. Auch der historische Kreuzgang des Klosters kann noch besichtigt werden. Der beschauliche Klostergarten, nach dem Küchenmeister der ihn anlegte Engelscher Garten genannt, wurde Mitte des 19. Jahrhunderts fertig gestellt.

Hausboot Mit dem Hausboot über die Wasserwege Mecklenburg-Vorpommerns zu fahren, wird immer beliebter. © picture-alliance/ dpa

Der Malchower See an der Bundeswasserstraße Hamburg-Berlin

Der Malchower See gehört mit etwa 2,5 Quadratkilometern Größe zu den kleineren Seen der Mecklenburgischen Seenplatte. Er misst an der breitesten Stelle etwa einen Kilometer, an der längsten Ausdehnung vier Kilometer. Im Osten geht der Malchower See in den Fleesensee über, im Westen hat er über die Müritz-Elde-Wasserstraße, die an dieser Stelle Recken genannt wird, zum Petersdorfer und anschließend zum Plauer See eine Verbindung. Durch die Lage an der Bundeswasserstraße Hamburg-Berlin ist der Malchower See bei Wassertouristen sehr beliebt. Vor allem Segel- und Hausboote sind hier gern gesehen. Wer sich lieber fahren lässt, dem seien die Ausflugsschiffe empfohlen, die sowohl zum Plauer See im Westen als auch zum Kölpinsee im Osten fahren.

Wandern und Radfahren in der Umgebung

Weite Wälder und Wege entlang der Seen machen die Umgebung von Malchow zu einem beliebten Ziel für Wanderer und Radfahrer. So können Sie zum Beispiel in vier Stunden auf etwa 16 Kilometern rund um den Petersdorfer See wandern. Stationen sind die Insel, Damm, Kloster mit Engelschem Garten, Südufer Petersdorfer See, Lenz (von hier kann alternativ mit dem Schiff zurückgefahren werden), Biestorf, Bunker, Lagerstraße, Kirche und als Endpunkt die Drehbrücke.

Ebenso bietet eine 52 Kilometer lange Fahrradtour auf wenig befahrenen Straßen und zum Teil naturbelassenen Wegen rund um den Fleesen- und Kölpiner See Erholung. Fahrradtouristen passieren das auf einer Halbinsel gelegene Wisentreservat Damerower Werder, wo die Tiere nahezu in freier Wildbahn leben. Auch die weiten Wälder des Naturparks Nossentiner/Schwinzer Heide werden durchquert und bieten malerische Anblicke.

Affenwald Malchow Zwei Affen im Affenwald Malchow lausen sich. © really nothing / Creative Commons 

Für Kinder: Affenwald und Sommerrodelbahn

Eine besondere Attraktion für Familien sind die Berberaffen aus Marokko, die in einem fast zwei Hektar großen Naturgehege hautnah bestaunt werden können. Gleich nebenan kann noch eine Fahrt auf der Sommerrodelbahn gewagt werden. Die Bahn ist 800 Meter lang und bietet Rodlern 7 Steilkurven und 6 Schikanen.

Tagesausflug nach Alt Schwerin

Lohnenswert ist ein Tagesausflug nach Alt Schwerin. Im Schmetterlingsgarten geht es tropisch zu. Je nach Jahreszeit können 30 bis 90 verschiedene Arten der bunten Falter auf 750 Quadratmetern Fläche bestaunt werden.

Schmetterling Zahlreiche bunte Schmetterlinge können im Schmetterlingsgarten Alt Schwerin bestaunt werden. © Thragor / Creative Commons 

Im agrarhistorischen Freilichtmuseum lernen Besucher in einem ehemaligen ritterlichen Gutsdorf das Leben eines Landarbeiters kennen. Die zentrale Ausstellung zeigt über 5000 Jahre Landwirtschaftsgeschichte. Regelmäßig finden besondere Veranstaltungen wie Oldtimertreffen und Schlachtfeste statt. Zurzeit wird das Freigelände saniert, deshalb wird es erst ab voraussichtlich August 2011 wieder zugänglich sein.

Informationen

Anreise:

Mit dem Auto: Am schnellsten gelangen Urlauber über die A19 nach Malchow. Entweder die Ausfahrt Malchow nehmen, dann auf der L20 der Ausschilderung folgen. Oder nach der Ausfahrt Waren (Müritz) der B192 folgen. Ab Berlin sind es ca. 155 Kilometer, die Fahrt dauert ungefähr 1½ Stunden.

Mit der Bahn: Mit dem RE 5 vom Berliner Hauptbahnhof nach Neustrelitz oder Waren (Müritz) fahren, von dort geht es mit dem OE 172 nach Malchow weiter. Die Fahrt dauert ungefähr 2 Stunden 15 Minuten.

Tourist-Information

An der Drehbrücke
17213 Malchow

Tel. 039932 / 8 31 86

(Bilder: STG Stadtmarketing- und Tourismusgesellschaft Brandenburg an der Havel mbH ; Gosewisch Family/ Creative Commons ; Schierenbeck/dpa; www.zecken.de )