Arbeitnehmer, die sich weiterbilden, können Unterstützung beantragen. Welche Förderungen es gibt und wo man sie bekommt.
Weiterbildungen sind notwendig und werden zunehmend gefragt. Doch bevor Arbeitnehmer sich für einen Kurs, ein Seminar oder gar ein Abendstudium entscheiden, sollten sie wissen: Berufliche Weiterbildungen werden vom Staat nur dann gefördert, wenn sie noch nicht gebucht worden sind.
«Viele belegen einen Kurs und versuchen danach, Unterstützung dafür zu kriegen», sagt Nina Gerstenberg von der Stiftung Warentest in Berlin. Das sei dann aber nicht mehr möglich, erläutert sie. Berufstätige sollten sich immer gründlich beraten lassen, bevor sie sich für eine Fortbildung entscheiden.
Beratungen bieten unter anderem Industrie- und Handelskammern, Volkshochschulen und Arbeitsagenturen an. Gut beraten auch kommunale Einrichtungen wie Frauenberatungsstellen. Eine Beratung ist auch deshalb sinnvoll, weil in den vergangenen Jahren viele neue Fördermöglichkeiten entstanden sind.
Bildungsprämie: Für Arbeitnehmer mit einem Jahresbruttoeinkommen von weniger als 25.600 Euro übernimmt der Staat mit dem sogenannten Prämiengutschein die Hälfte der Weiterbildungskosten. Maximal werden 500 Euro erstattet. «Die Prämiengutscheine sind ein echter Renner», sagte Nina Gerstenberg. 2010 seien schon 40.000 Gutscheine vergeben worden. Eine vorherige Beratung ist bei der Bildungsprämie Pflicht.
Aufstiegsstipendien: Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, bietet der Staat Stipendien für junge Leuten mit abgeschlossener Ausbildung an, die noch keinen Studienabschluss haben. Die Stipendien bekommt aber nicht jeder: Voraussetzung sind herausragende Leistungen in der Ausbildung. Je nach Stipendium erhalten Studenten bis zu 730 Euro Unterstützung pro Monat.
Regionale Förderungen: Sogenannte Bildungs- oder Qualifizierungsschecks gibt es mittlerweile in Brandenburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein. Oft lassen sich diese Zuschüsse mit anderen Förderungen kombinieren. Die Programme funktionieren ähnlich wie die Bildungsprämie und richten sich oft an Angestellte kleinerer Firmen oder ältere Arbeitnehmer.
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