Das B.A.-Studium ist chaotisch. Für Erstsemester ist daher die OE Pflicht. Alle Restinfos stehen im KVV und dann geht's ab in die Stabi - Verstanden?
In den ersten Unitagen ist es oft schwer, sich auf dem Campus zurechtzufinden. Schließlich prasseln auf Studienanfänger viele neue Begriffe ein. Ein kleines Glossar hilft beim Start:
Drei Viertel aller Studiengänge sind laut der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) in Bonn bereits auf Bachelor und Master umgestellt. Neben dem Bachelor und Master of Arts (B.A. und M.A.) gibt es aber noch andere Arten: In Chemie bekommt man einen Bachelor of Science (B.Sc.) und in Maschinenbau meist einen Bachelor of Engineering (B.Eng.).
Die Orientierungseinheit (OE) ist eine Einführungswoche für Studienanfänger. Dabei zeigen ältere Studenten den Grünschnäbeln, wo es langgeht. «Und sie ist die beste Gelegenheit, um Kontakte zu knüpfen», sagt Elke Mittag von der Universität Hannover. Die OE findet in der Regel eine Woche vor dem Vorlesungsbeginn statt.
Man steht pünktlich im Hörsaal, aber der ist leer? Dann haben Studenten wahrscheinlich das Kürzel «c.t.» hinter der Uhrzeit übersehen. «Das steht für cum tempore, zu deutsch 'mit Zeit', und bedeutet, dass die Veranstaltung nicht zur vollen Stunde beginnt, sondern erst eine Viertelstunde später», erläutert Andreas Archut von der Universität Bonn. Andernfalls steht im Vorlesungsverzeichnis «s.t.», was für «sine tempore» steht, also «ohne Zeit».
Unter Vorlesungen wie «Theorien der Interkulturalität» oder «Stochastik II» kann man sich nur wenig vorstellen. Abhilfe schafft das Kommentierte Vorlesungsverzeichnis (KVV). Darin wird erläutert, was hinter dem Titel steckt. Außerdem wird oft angegeben, welche Literatur gelesen werden muss und welche Prüfungen anstehen.
In die Studien- und Prüfungsordnungen (BPO im Bachelor, MPO im Master) lohnt ein Blick: Sie geben Aufschluss darüber, wie das Studium am besten geplant wird und wann sich ein Auslandsaufenthalt unterbringen lässt. Es sei ratsam, sie vor Studienbeginn mit einem Studienberater durchzugehen, rät Mittag.
Für jedes besuchte Seminar erhalten Studenten Credit Points. Sie bemessen sich laut der HRK an den Semesterwochenstunden und nach dem Lernaufwand. Studenten sammeln vom Studienbeginn an Kreditpunkte für ihren Abschluss. Die Endnote hängt damit nicht mehr nur von den Abschlussprüfungen ab wie früher.
Die Raumbezeichnungen in der Uni sind oft eine Wissenschaft für sich. Am besten besorgen sich Studienanfänger einen Raumplan, bevor es losgeht, rät Archut. Außerdem gilt es, rasch die gängigen Spitznamen zu lernen: An der Freien Universität Berlin studieren Geisteswissenschaftler zum Beispiel in der «Rostlaube», in Hamburg gibt es den «Wiwi-Bunker».
Die Staats- und Unibibliotheken sind oft riesig. Es lohnt daher, sich am Semesterbeginn zeigen zu lassen, wie man ein gesuchtes Buch in ihren Datenbanken findet und es dann bestellt. «Das ist eine gut investierte Zeit, weil man später nicht mehr so lange braucht, um nach Literatur zu suchen», sagt Archut.
Die Matrikelnummer sollte man stets zur Hand haben, rät Mittag. Sie ist eine Art Identifizierungsnummer, unter der man in der Uni registriert ist. Man braucht sie, um einen Bibliotheksausweis zu bekommen oder seine Noten im Aushang zu erfahren. Sie steht auf der Immatrikulationsbescheinigung oder dem Studentenausweis.
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